Wenn Stefan Aust und Sabine Christiansen im Sommer bei Sat.1 antreten, um im Vorfeld der Bundestagswahl zu talken, dann "sollen Themen angesprochen werden, die die Menschen bewegen", erklärt Sat.1-Chef Guido Bolten im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". "Spitzenpolitker werden erst ins Kreuzverhör genommen, später kommen weitere Gäste hinzu", erklärte Bolten das Konzept der Sendung, bei der man das Publikum im Studio und über das Internet beteiligen will. Man will "einen lebendigeren Polittalk machen, als man das von den Öffentlich-Rechtlichen kennt".Ob es nach den fünf Folgen vor der Wahl mit der Sendung weitergehen wird, ist noch ungewiss. Bolten ist jedoch nicht grundsätzlich abgeneigt, es bei Sat.1 noch einmal mit einem regulären politischen Talk-Format zu probieren. "Sat.1 weiter nach vorne zu bringen, hat für mich auch mit Relevanz zu tun. Die Diskussion von gesellschaftspolitischen Themen gehört zu einem Vollprogramm dazu", so Bolten in der "SZ".
Existentielle Sorgen macht sich Bolten, der im Januar von der Kabel eins-Spitze zu Sat.1 wechselte, nicht. "Sat.1 muss nicht gerettet werden. Sat.1 kann und muss besser werden. Der Sender befand sich vielleicht in der schwierigsten Phase seit Bestehen. Allerdings hat er im vergangenen Jahr wieder zugelegt", so Bolten. Künftig soll sich der Sender auszeichnen durch "modernes Familiy-TV", erklärt der Sat.1-Chef.
Mit Oliver Pocher, der ab Herbst im Programm zu sehen sein wird, plant man derzeit eine "klassische Late-Night", die einmal wöchentlich zu sehen sein wird. Allerdings soll die Sendung nicht gegen Stefan Raabs "TV total" antreten. Wenn er also nicht früher als 23.15 Uhr auf Sendung gehen soll und auch nicht erst nach Mitternacht, dann bleiben nur der Freitag, Samstag oder Sonntag als mögliche Sendeplätze für Pocher.
Mit Oliver Pocher, der ab Herbst im Programm zu sehen sein wird, plant man derzeit eine "klassische Late-Night", die einmal wöchentlich zu sehen sein wird. Allerdings soll die Sendung nicht gegen Stefan Raabs "TV total" antreten. Wenn er also nicht früher als 23.15 Uhr auf Sendung gehen soll und auch nicht erst nach Mitternacht, dann bleiben nur der Freitag, Samstag oder Sonntag als mögliche Sendeplätze für Pocher.
Sollte die neue Show mit Pocher, dessen Verpflichtung in der vergangenen Woche für Wirbel sorgte, nicht funktionieren, werde man sich etwas anderes mit ihm einfallen lassen. "Das haben wir klar vereinbart", so Bolten. Zu den Details des Vertrags mit Pocher äußerte sich Bolten nicht, sagt aber: "Pocher ist bestimmt kein Schnäppchen, aber die Vereinbarung ist absolut im Rahmen".



