Logo: GEZ32 Jahre lang treibt die Gebühreneinzugszentrale GEZ nun schon die Rundfunkgebühren für die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland ein, 31 Jahre lang stieg die Gesamtsumme an eingenommenen Gebührengeldern durch die Zunahme an TV-Geräten und Gebührenerhöhungen immer weiter an - nicht so im zurückliegenden Jahr. 2008 waren die Zahl der gebührenpflichtigen Hörfunk- und Fernsehgeräte und damit auch der Einnahmen der GEZ erstmals rückläufig.

So nahm die GEZ im zurückliegenden Jahr 2008 laut Geschäftsbericht 7,26 Milliarden Euro ein, das waren knapp 39 Millionen weniger als noch 2007. Auch 2006 hatten die Einnahmen mit 7,29 Milliarden Euro noch höher gelegen. Die Zahl der angemeldeten gebührenpflichtigen TV-Geräte schrumpfte das Dritte Jahr in Folge auf nun noch 33,5 Millionen. Erstmals ging gleichzeitig aber auch die Zahl der angemeldeten Hörfunk-Empfänger auf 39,4 Millionen zurück. Diese Rückgänge konnte durch die fast 70.000 neu angemeldeten "Neuartigen Rundfunkempfangsgeräte" - wie PCs mit Internetanschluss - nicht kompensiert werden.

GEZ-Geschäftsführer Hans Buchholz führt dafür verschiedene Gründe an. So mache sich die demographische Entwicklung bemerkbar - sprich die schrumpfende Zahl an Einwohnern. Darüber hinaus stieg die Zahl der Gebührenbefreiungen unter anderem bei Hartz IV-Empfängern weiter an. Daneben will Buchholz aber noch "auf diversen Ebenen ansetzenden Kampagnen gegen das duale Rundfunksystem" sowie eine angebliche "Unkenntnis breiter Bevölkerungsschichten über das umfangreiche und qualitativ hochwertige Programmangebot, das die öffentlich-rechtlichen Sender für die Gebühren bereitstellen" ausgemacht haben. Dem wolle man mit Werbekampagnen wie den derzeit laufenden "Natürlich zahl ich"-Spots entgegen wirken.

Im laufenden Jahr werden die Gebühreneinnahmen aber ohnehin zunächst einmal wieder deutlich ansteigen. Die Einnahmen werden voraussichtlich um 340 Millionen auf 7,6 Milliarden Euro steigen. Grund ist die Anfang des Jahres umgesetzte Gebührenerhöhung um 95 Cent. Noch ein Detail am Rande: Im vergangenen Jahr gingen 164,4 Millionen Euro der Rundfunkgebühren für die Kosten der GEZ drauf, das waren rund 2,3 Prozent der Gesamteinnahmen.