Foto: PixelquelleFinanziell sieht es für den ORF schon jetzt nicht gerade rosig aus, doch die Zukunft könnte sich für den Österreichischen Rundfunk noch härter gestalten. Der Plan von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sieht dabei nicht zuletzt beim Personal massive Einsparungen vor.

Laut "profil" sollen hier 52 Millionen Euro eingespart werden: Bis Ende des Jahres müssen nun beim ORF und einigen Tochtergesellschaften insgesamt 414 Mitarbeiter gehen. Weitere 25 Millionen werden dem Bericht zufolge bei den Sachkosten – darunter Sport-Lizenzen und Produktionskosten - gespart werden. Während der ORF bislang die Produktion österreichischer Kinofilme mit sechs Millionen Euro pro Jahr unterstützte, sollen Ausgaben hierfür nun überhaupt nicht mehr drin sein.



Mit Einbußen rechnet der ORF zudem auch im Werbegeschäft, wo nach aktuell 220 Millionen Euro für das kommende nur noch Erlöse von 208 Millionen Euro erwartet werden – im Rekordjahr 2000 wurden laut "profil" noch 365 Millionen erwirtschaftet. Die erhoffte "schwarze Null" für 2010 könnte angesichts der massiven Sparmaßnahmen doch noch erreicht werden. Der Preis dafür dürfte jedoch höher sein als so manchem lieb ist.

"Mit dieser Personalreduktion, dem Druck auf jede einzelne Kostenstelle, dem Beitrag der ORF-Belegschaft inklusive dem erstmaligen Eingriff in Vertragsleistungen, sind wir nicht nur den sogenannten 'Hausaufgaben' im vollen Umfang nachgekommen, sondern haben auch jene Reduktionsgrenze im Unternehmen erreicht, die es uns gerade noch ermöglicht, im großen und ganzen die Leistungsbreite und die Erfüllung unserer Aufgaben aufrechtzuerhalten“, sagte Generaldirektor Wrabetz. "Es gilt aber auch festzustellen, dass wir einige sehr schmerzhafte Entscheidungen auch im Programm treffen mussten“.