Mit "Bestürzung und Unverständnis" habe der Personalrat des ZDF zur Kenntnis genommen, dass die CDU/CSU-Mehrheit um den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch die von ZDF-Intendant Schächter vorgeschlagene Vertragsverlängerung abgelehnt hat. Damit habe sich "Parteipolitik gegen Sachargumente durchgesetzt", so der Personalrat. Auch Vertreter des Personalrats hätten bei der Sitzung am Freitag noch einmal an die Verantwortung der Verwaltungsräte appelliert und die Sorgen der Kolleginnen und Kollegen zum Ausdruck gebracht. Auch diesen Argumenten seien Roland Koch und sechs seiner Kollegen aber nicht gefolgt. Man bedaure, dass Brender "seine unbestrittenen journalistischen Qualitäten nicht mehr auf dem Stuhl des Chefredakteurs zum Nutzen des ZDF einsetzen" könne.
Dem Eindruck, die Berichterstattung des ZDF sei künftig von parteipolitischen Interessen gelingt, weist man jedoch zurück. "Wir sind zutiefst besorgt, weil durch diese parteipolitische Entscheidung der Verdacht entstanden ist, das ZDF sei ein willfähriges Instrument in den Händen der Politik. Diesem Eindruck gilt es entschieden zu widersprechen", heißt es in einem Statement. Auch der künftige Chefredakteur - den allerdings auch der Personalrat noch nicht einmal kennt - werde wie alle Kolleginnen udn Kollegen "auch in Zukunft ein unparteiisches und von politischen Interessen unabhängiges Programm machen".
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