Der Rundfunkrat des Saarländischen Rundfunks hat am Montagabend den Wirtschaftsplan des Senders verabschiedet, demzufolge auch der SR wie etwa die Kollegen von WDR, RBB oder MDR 2010 einen Verlust einfahren wird. In der Ertrags- und Aufwandsplanung erwartet der SR einen Fehlbetrag von 4,4 Millionen Euro, im Finanzplan beläuft sich das Defizit unter anderem wegen Investitionen in Produktionstechnik sogar auf zehn Millionen Euro.
Durch die ergänzenden Vereinbarungen zum ARD-internen Finanzausgleich sollen sich diese Fehlbeträge noch um rund zwei Millionen Euro reduzieren - rote Zahlen gibt es trotzdem, was bereits im zweiten Jahr der vierjährigen Gebührenperiode ungewöhnlich ist. Üblicherweise sammeln die öffentlich-rechtlichen Sender in den ersten Jahren nach einer Gebühren-Erhöhung Überschüsse an, die dann die Verluste im zweiten Teil der Gebührenperiode ausgleichen.
Einer der Gründe für das Minus: Für das kommende Jahr erwartet der SR einen Rückgang der Gebührenerträge um 1,5 Millionen Euro im Vergleich zu 2009 - was allerdings immer noch mehr wäre als im Jahr 2008. Mittelfristig befürchtet der SR aber ein Absinken unter dieses Niveau. Trotzdem will der SR nicht am Programm sparen. Dafür werden kommendes Jahr sogar zusätzliche Mittel in Höhe von 0,6 Millionen Euro bereitgestellt, wohingegen die Budgets für Verwaltung und Betrieb um 1,7 Millionen Euro gekürzt werden.
Geschafft wird das unter anderem durch einen weiteren Stellenabbau. 2010 wird es nur noch 564 Planstellen geben, 17 weniger als im Vorjahr. Die Zielmarke liegt bei 550 Stellen. Zudem wird der SR ein Studio schließen und das bisherige Fernsehstudio 1 zu einem multifunktionalen Studio für Produktionen und Veranstaltungen mit Publikum umbauen. Weitere Projekte für das kommende Jahr: Die Modernisierung und Sanierung des Hörfunk-B-Baus und des Fernsehstudios 3, in dem unter anderem die täglichen Magazine produziert werden.
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