Den "Flash Forward"-Sendeplatz am Donnerstagabend füllt in der kommenden Season "My Generation". Statt in die Zukunft wird diesmal in die Vergangenheit geblickt: Erzählt wird die Geschichte von zehn Leuten, die zehn Jahre zuvor ihren Abschluss an der High School gemacht haben. Dabei wird gezeigt, wie sie die Ereignisse von damals geprägt haben und wie sie sich auf ihr Leben heute auswirken. Das könnte mutmaßlich besser zum weiblichen Nachfolgeprogramm aus "Grey's Anatomy" und "Private Practice" passen.
Wesentlich weniger einleuchtend ist da schon das runderneuerte Line-Up am Freitag. Nachdem es um 20 Uhr zunächst das Reality-Format "Secret Millionaire", das einst bei FOX lief, zu sehen gibt, folgt um 21 Uhr mit "Body of Proof" plötzlich eine Serie, ehe um 22 Uhr dann das Magazin "20/20" folgt. "Body of Proof" handelt von einer ehemaligen brillanten Neurochirurgin, die nach einem Autounfall ihre bisherige Karriere aufgeben muss und ärztliche Leichenbeschauerin wird. Dank ihrer Kenntnisse kann sie Verbrechen auf eine eigene, unorthodoxe Weise aufklären. Auf dem fast schon traditionell schwierigen Freitagabend wird es die Serie aber wohl sehr schwer haben, vor allem, weil ABC dort ziemlich alleine lässt.
Die Außerirdischen-Serie "V" wird erst mit einiger Verspätung wieder ins Programm zurückkehren, voraussichtlich im November, wie bei den Upfronts angedeutet wurde. Einem "Hollywood Reporter"-Bericht zufolge könnte die Serie am Dienstag den Sendeplatz von "Dancing with the Stars" um 21 Uhr übernehmen - was passen würde, da "No Ordinary Family", das direkt davor läuft, eigentlich die einzige halbwegs dazu passende Serie in der kommenden Season sein wird.
DWDL.de wird in dieser Woche täglich über die Upfronts der großen US-Sender berichten. Für ausführlichere Informationen zu einzelnen neuen Formaten empfehlen wir die Kollegen von Serienjunkies.de. Ein kompaktes Fazit zu den Upfronts lesen Sie am Freitag auch im "US Update".Mehr zum Thema
Alles in allem setzt ABC trotz etlicher neuer Serienvor allem auf Stabilität, lässt die Sendeplätze etablierter Serien unangetastet - und verzichtet damit größtenteils auch darauf, sie zum Anschieben neuer Formate zu nutzen. Das mag das Risiko für die laufenden Serien verringern, doch angesichts der nachlassenden Zugkraft der schon in die Jahre gekommenen Hits müsste ABC vielleicht sogar etwas energischer nach einem neuen Zugpferd Ausschau halten.
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