Nach dem "Spiegel"-Bericht über einen möglichen Stellenabbau beim ProSiebenSat.1-Nachrichtensender N24 wenden sich die Geschäftsführer Torsten Rossmann (Bild) und Frank Meißner nun in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Darin weisen die Senderchefs die vom "Spiegel" genannte Zahlen über einen möglichen Stellenabbau beim Sender zurück. "Es gibt nach wie vor keine konkreten Beschlüsse oder Entscheidungen über Stellenstreichungen bei N24, so dass Aussagen, nach denen die Zentralredaktion um die Hälfte und die Parlamentsredaktion um drei Viertel reduziert würden, Unsinn sind", heißt es in dem Schreiben.Zwar sei klar, dass dem Sender signifikante Sparmaßnahmen ins Haus stehen, Konkretes lasse sich jedoch erst sagen, wenn feststehe, "wie hoch das Nachrichtenbudget der ProSiebenSat.1-Gruppe ausfallen wird und welches Programm- und Sendekonzept in der Folge für N24 vorgesehen ist". Derzeit wird davon ausgegangen, dass eine Entscheidung über die Zukunft des Nachrichtensenders bis Ende Juni fällt.
Geschäftsführer Rossmann gehört unter anderem gemeinsam mit Ex-"Spiegel"-Chef Stefan Aust zu den Interessenten für den Sender. Als weitere Bieter sind Filmproduzent Jan Mojto und Ex-Das Vierte-Eigner Dmitrij Lesenwski im Rennen. Sollte der Sender an das derzeitige Management verkauft werden, würden Stefan Aust und sein Partner Torsten Pollfuß zudem weitere Produktionsaufträge in das Unternehmen einbringen, teilen Rossmann und Meißner mit. Nachdem die WAZ-Gruppe die Rechte an Austs Magazin-Entwicklung "Woche" zurückgegeben hat, spreche man zudem "derzeit über die gemeinsame Realisierung einer Internet-Version des Magazins mit einem großen Anteil an Bewegtbildern, die ebenfalls zur Beschäftigungssicherung beitragen kann", so Rossmann und Meißner in ihrem Schreiben.



