Nachdem sich bereits "FAZ"-Medienredakteur Michael Hanfeld bereits vor wenigen Tagen über die Online-Angebote von ARD und ZDF ausließ und damit auf öffentlich-rechtlichen Gegenwind gestoßen war, hat sich nun der nächste Kritiker zu Wort gemeldet.Wolfgang Fürstner, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Zeitungsverleger (VDZ), hat in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" das Internet-Engagement der Öffentlich-Rechtlichen als "ordnungspolitisches Monster" bezeichnet. Die Presse habe einen grundgesetzlichen Auftrag zu erfüllen, der auch unter erschwerten Finanzierungsbedingungen nicht ersetzbar sei. Während sie "immanente Staatsferne" übe, sei diese im öffentlich-rechtlichen Rundfunk "nicht hinreichend garantiert".
"Deshalb müssen wir das öffentlich-rechtliche gebührenfinanzierte 'Gewissermaßen-Staatsfernsehen' daran hindern, die für die Presse überlebensnotwendigen Online-Angebote risikofrei, weil gebührenfinanziert, zu besetzen. Wenn es hier nicht zu einer Verständigung kommt, werden am Ende die Gerichte entscheiden, wie Pressefreiheit gesichert werden kann", kündigte Fürstner an. Die "Gratis-Presse" von ARD und ZDF bezeichnete der VDZ-Geschäftsführer im "Tagesspiegel" als "existenzielle Gefährdung der Zukunft freier Presse."
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