Premiere im zweiten Quartal 2004 in der Gewinnzone
Im Vergleichszeitraum des Vorjahres fiel noch ein Verlust von 6,9 Mio Euro an. Auch für die ersten sechs Monate kann Premiere mit 18,1 Mio Euro ein positives EBITDA ausweisen - eine Ergebnisverbesserung von 33,4 Mio Euro im Vergleich zum 1. Halbjahr 2003. Für das Gesamtjahr 2004 bestätigt Premiere seine Prognose: ein positives EBITDA im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Geschäftsführer Dr. Georg Kofler: "Premiere hat im 2. Quartal endgültig den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft - ein großes Etappenziel ist erreicht. Auch im 2. Halbjahr wird Premiere im operativen Geschäft schwarze Zahlen schreiben."
Möglich wurde der Sprung in die Gewinnzone durch ein kräftiges Wachstum im Kerngeschäft: Der Umsatz aus Programm-Abonnements stieg im 2. Quartal um 25,1 Prozent auf 207,3 Mio Euro (165,7 Mio Euro). Der Umsatz im Geschäftsfeld Pay-per-View verdoppelte sich annähernd auf 8,2 Mio Euro (4,3 Mio Euro). Die Einnahmen aus Werbung konnte Premiere mit 13,7 Mio Euro nahezu versechsfachen (2,4 Mio Euro).
Weiter planmäßig zurück gingen die Erlöse aus dem Hardware-Geschäft. Mit dem Verkauf und der Vermietung von Receivern erlöste Premiere im 2. Quartal 20,3 Mio Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 57,3 Mio Euro gewesen. Der Gesamtumsatz stieg im 2. Quartal 2004 damit um 9,2 Prozent auf 255,1 Mio Euro (233,6 Mio Euro). Die operativen Kosten sanken im Berichtszeitraum um 2,5 Prozent auf 234,4 Mio Euro (240,5 Mio Euro).
Zum 30. Juni 2004 zählte Premiere 2,894 Millionen Abonnenten, zum 31. März 2004 waren es 2,955 Millionen gewesen. Verantwortlich für diesen Rückgang: Koflers Gebührenerhöhung im April. Im Jahresvergleich verzeichnete Premiere allerdings ein Wachstum von 202.000 Abonnenten (30. Juni 2003: 2,692 Millionen Abonnenten). Kofler: "Mit dem Einmaleffekt im 2. Quartal haben wir gerechnet. Im Ergebnis wird der Rückgang der Abonnentenzahl durch den gestiegenen Umsatz pro Abonnent mehr als kompensiert."
Der durchschnittliche Jahres-Umsatz pro Abonnent stieg im Kerngeschäft (ohne Hardware) im 2. Quartal 2004 auf 316,15 Euro. Das sind 57,61 Euro (22,3 Prozent) mehr als im 2. Quartal 2003 (258,54 Euro). Premiere steigerte seinen Gesamtumsatz im 2. Quartal um 9,2 Prozent auf 255,1 Mio Euro. Die Erlöse aus Programm-Abonnements stiegen um 25,1 Prozent auf 207,3 Mio Euro (2. Quartal 2003: 165,7 Mio Euro). Das Geschäftsfeld Pay-per-View legte um 93 Prozent auf 8,2 Mio Euro zu (4,3 Mio Euro).
Der Anstieg resultiert aus deutlich höheren Bestellungen für exklusive Sport-Live-Events, dem Start des Telemediendienstes Blue Movie und der Einführung von "Big Brother - 24 Stunden live". Seit dem Start im März hat Premiere bis zum 30. Juni rund 225.000 Big-Brother-Monats- und Tagestickets verkauft. Dynamisch ist das Geschäftsfeld Werbung gewachsen. Die Erlöse stiegen im 2. Quartal von 2,4 Mio Euro in 2003 auf 13,7 Mio Euro in 2004. Im Bereich Werbung sind alle Einnahmen aus TV- und Online-Werbung, Sponsoring und Direktmarketing konsolidiert.
Besonders erfolgreich verläuft aus Premiere-Sicht die Vermarktung von "TV Digital" des Axel Springer Verlages. Bis zum 30. Juni hat Premiere über 730.000 Abonnenten für die neue 14-tägliche Programmzeitschrift vermittelt. Premiere erhält hierfür marktübliche Provisionen von Springer.
Außerhalb des Kerngeschäftes, im Bereich Hardware, ging der Umsatz wie geplant weiter zurück. Die Einnahmen aus der Vermietung von Receivern sanken um 68,9 Prozent auf 8,2 Mio Euro (26,2 Mio Euro), aus Receiver-Verkäufen erlöste Premiere mit 12,1 Mio Euro 60,9 Prozent weniger als im 2. Quartal (31,0 Mio Euro).
Seit dem Herbst 2002 zieht sich Premiere schrittweise aus dem Geschäft mit Technik und Hardware zurück. Die sonstigen Erlöse in Höhe von 5,7 Mio Euro (3,9 Mio Euro) resultieren vor allem aus Umsätzen des Tochterunternehmens DPC Digital Playout Center GmbH.
Neuer Umsatz-Mix mit mehr Ertragskraft
Die strategische Neuausrichtung von Premiere spiegelt sich im 2. Quartal 2004 erstmals auch im Umsatz-Mix signifikant wider. Das Kerngeschäft mit Programm-Abos, Pay-per-View und Werbung erreichte einen Anteil von 89,8 Prozent am Gesamtumsatz. Im 2. Quartal 2003 hatte der Kerngeschäftsanteil noch bei 73,8 Prozent gelegen. Der Umsatzbeitrag aus dem Hardware-Geschäft reduzierte sich im gleichen Zeitraum von 24,5 auf 8,0 Prozent.
"Die Konzentration auf Programm-Abos, Pay-per-View und Marketing zahlt sich aus", sagte Kofler. "Am heutigen Umsatz-Mix kann man den Turn-around von Premiere eindeutig ablesen. Die künftigen Margen von Premiere liegen im Programm, in der intelligenten Vermarktung und den direkten Kundenbeziehungen. Im Technikbereich engagieren wir uns nur noch punktuell, um Impulse für das digitale Fernsehen zu geben, wie zum Beispiel mit neuen, Premiere geeigneten digitalen Videorekordern."
Ausblick bis Jahresende 2004: 3 Millionen Abonnenten im Herbst
Nach dem positiven Geschäftsverlauf der ersten sechs Monate hält Premiere an den Zielen für das Gesamtjahr 2004 fest: "Premiere hat im 1. Halbjahr seine Ziele 2004 erreicht. Wir gehen jetzt unternehmerisch gestärkt und mit dem besten Programm, das Premiere je hatte, ins 2. Halbjahr", sagte Kofler.
Noch im Herbst soll die Marke von 3 Millionen Abonnenten erreicht werden. Für das Gesamtjahr erwartet das Abo-TV-Unternehmen trotz der zusätzlichen Investitionen in Österreich ein positives operatives Ergebnis (EBITDA) im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
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