Kabel Deutschland © KDG
Geschäftszahlen

Kabel Deutschland: Rote Zahlen, aber mehr Abos

 

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Kabel Deutschland wie erwartet rote Zahlen geschrieben, gibt sich aber dennoch optimistisch - vor allem, weil Triple Play immer weiter an Fahrt gewinnt. Indes nimmt der Finanzvorstand seinen Hut.

von Alexander Krei
08.06.2011 - 10:19 Uhr

Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland steckt wie erwartet weiter in den roten Zahlen und muss einen Rückgang der Kabelanschlüsse verzeichnen. Dennoch gibt man sich zufrieden: Im Bereich Bezahlfernsehen, Internet und Telefonie konnte Kabel Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 Zugewinne verzeichnen.

Der Konzern lag dabei mit 45,3 Millionen Euro in den Miesen - nicht zuletzt wegen einmaliger Zinszahlungen für Kredite und den Umbau des Unternehmens. Vor einem Jahr betrug das Minus noch 40,1 Millionen Euro. Der Umsatz stieg indes um 6,5 Prozent an auf nunmehr 1,598 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern belief sich auf minus 57,3 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahres noch minus 14,3 Millionen Euro betragen hatte.

 

"Neben dem operativen Geschäftserfolg haben wir mit der Refinanzierung unserer Verbindlichkeiten sowie der deutlichen Reduzierung der Gesamtverschuldung des Unternehmens wichtige Meilensteine erreicht", sagte der Kabel Deutschland-Vorstandvorsitzende Adrian von Hammerstein. "Die sehr erfreuliche Kursentwicklung unserer Aktie unterstreicht das Vertrauen, das Anleger zum Unternehmen und seiner Wettbewerbsposition im Markt haben."

 Ende März versorgte Kabel Deutschland insgesamt 8,745 Millionen Kunden - ein Rückgang von fast 200.000. Der Rückgang der Gesamtkundenzahl sei allerdings ausschließlich bei den indirekten Kundenbeziehungen zu verzeichnen gewesen und hätten kaum Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis gehabt, teilte Kabel Deutschland mit, nannte in diesem Zusammenhang allerdings keine Details. Immerhin: Die Zahl der Abonnements konnte Kabel Deutschland von 12,119 Millionen auf aktuell 12,698 Millionen steigen. 

Der Anteil von Internet, Pay-TV unf Telefon belief sich auf 3,821 Millionen Abonnements und macht inzwischen mehr als 30 Prozent aller Abos aus. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Abonnements für Internet und Telefon um mehr als ein Viertel auf 2,556 Millionen Einheiten. Die Zahl der Pay-TV-Abos stieg um 17,8 Prozent auf 1,264 Millionen. Entsprechend dieser Zahlen lassen die Kunden inzwischen mehr Geld im Unternehmen: Im Schnitt betrug der Umsatz pro Kunde (ARPU) im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 13,78 Euro nach 12,87 Euro im Vorjahr. Der ARPU für das Geschäftsjahr 2010/2011 konnte auf 13,40 Euro gesteigert werden, ausgehend von 12,35 Euro im Vorjahr.

Unterdessen hat Finanzvorstand Paul Thomason seinen Abschied angekündigt. Den KDG-Aufsichtsrat hat er darüber informiert, dass seinen Vorstandsvertrag nach dessen Auslaufen am 31. März 2012 nicht verlängern möchte - aus persönlichen Gründen, wie es heißt. Er wolle stattdessen neue Herausforderungen in seinem Heimatland USA annehmen. Wer seine Nachfolge antreten wird, ist indes noch nicht klar. Der Vorstandsvorsitzende Adrian von Hammerstein hat derweil seinen Vertrag bis zum 31. März 2013 ebenso verlängert wie Manuel Cubero (Chief Operating Officer) und Erik Adams (Chief Marketing Officer).

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