Premiere entscheidet sich für Standort München
Bis Ende des Jahres soll der genaue Firmensitz endgültig festgelegt werden. Zur Auswahl stehen Objekte und Grundstücke in Unterföhring sowie Grünwald. "Damit hat Premiere eine langfristige Weichenstellung vorgenommen", sagte Premiere Geschäftsführer Dr. Georg Kofler. "Endlich können wir alle Leitungsfunktionen an einem Standort bündeln. Ob Programm, Kundenservice, Marketing, Vertrieb - alle Kernbereiche rücken im wahrsten Sinne des Wortes noch näher zusammen."
Nach der Standortentscheidung will Premiere in München zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Bis zu 60 Mitarbeiter werden vom Standort Hamburg nach München umziehen. Rund 900 Mitarbeiter werden in der neuen Unternehmenszentrale ihren Platz haben. Premiere rechnet damit, dass weitere Arbeitsplätze im Zuge der wachstumsorientierten Unternehmensentwicklung entstehen werden.
"Nährboden für neue Programme und innovative Unternehmen"
In den vergangenen 15 Monaten wurden mit Hilfe von Premiere vier neue Themenkanäle gestartet: MGM, SciFi, Animal Planet und Hit 24, alle mit Sitz im Großraum München. Premiere ist laut Kofler "der Nährboden für neue Programmideen und innovative Unternehmen" Auch eines der weltweit führenden Unternehmen für Verschlüsselungssysteme, Nagravision, hat im Umfeld von Premiere eine neue Niederlassung in Ismaning eröffnet. Insgesamt beschäftigt Premiere direkt und mittelbar mehr als 2.000 Menschen am Standort München.
Die neue Unternehmenszentrale von Premiere soll innerhalb der nächsten zwei Jahre bezugsfertig sein. Aufgrund der geplanten Bündelung aller Leitungsbereiche in München werden bis zu 60 Mitarbeiter vom Premiere Standort Hamburg nach München ziehen. Mehr als 400 Mitarbeiter im Kunden- und IT-Service werden weiterhin für Premiere in Hamburg arbeiten. Das Unternehmen bleibt damit ein wichtiger Arbeitgeber in der Hansestadt, wie man sich bemüht zu betonen.
Nicht betroffen von der Umstrukturierung sind der Standort Wien, Unternehmenssitz von Premiere Österreich, und die Premiere Call-Center in Schwerin und Lübeck. Insgesamt hat die Premiere Gruppe rund 2.100 Mitarbeiter. Weitere 3.000 Menschen arbeiten mittelbar für das Abo-TV- Unternehmen, bei Dienstleistern oder als freie Unternehmer.
"Fairer Wettbewerb unter den wichtigsten deutschen Medienstandorten"
Neben dem Großraum München hatte Premiere auch die Standorte Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Köln in Augenschein genommen. Umfassend unterstützt wurde das Unternehmen dabei von der Beratungsfirma McKinsey. Aber letztendlich setzte sich Kofler durch: "In der Summe aller bewerteten Faktoren ist der Großraum München für Premiere der attraktivste Standort."
Für München spreche die Infrastruktur im Bereich der audiovisuellen Industrie, relativ niedrige Mietzinsen für die neue Zentrale sowie günstige Gewerbesteuersätze im Münchner Umland. Außerdem seien laut Kofler die Risiken eines Umzugs innerhalb des Großraums München deutlich geringer im Vergleich zu einem Komplett-Umzug in eine andere Stadt.
Auch die jahrelange Kontinuität und Verlässlichkeit der bayerischen Medienpolitik hätten Premiere ermutigt, den Standort München zu stärken. "Kein anderes Bundesland hat die Entwicklung des privaten Rundfunks in den vergangenen 20 Jahren so nachhaltig unterstützt wie Bayern", lobte Kofler. Mit Blick auf die künftigen Entwicklungschancen des privaten Rundfunks sei Bayern ein berechenbares und aufgeschlossenes Land.
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