Börsenreif: Premiere im 3. Quartal erstmals mit Nettogewinn
Rechtzeitig vor dem im nächsten Jahr geplanten Börsengang berichtet Premiere heute von guten Geschäftszahlen: Im dritten Quartal 2004 hat der Münchner Abo-Sender erstmals in seiner Unternehmensgeschichte einen Nettogewinn erzielt.
Der Nettogewinn beläuft sich auf 15,4 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum feil noch ein Verlust von 21,4 Millionen Euro an. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf 44,2 Mio EUR (3. Quartal 2003: 11,1 Mio Euro). Auch für die ersten neun Monate schreibt Premiere im operativen Geschäft erstmals schwarze Zahlen: Das EBITDA verbesserte sich um 73,6 Mio Euro auf 65,9 Mio Euro.
Als Hauptgrund für das positive Ergebnis gibt das Unternehmen das stark wachsende Kerngeschäft an. Der Umsatz mit Programm-Abonnements kletterte um 22,4 Prozent auf 209 Millionen Euro. Zum 30.09.2004 zählte Premiere 3.010.405 Kunden, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Premiere-Geschäftsführer Dr. Georg Kofler: "Mit drei Millionen Abonnenten hat Premiere die kritische Masse für profitables Wachstum erreicht. (...) Nach dem erfolgreichen Turnaround hat Premiere das Potenzial, eines der wachstumsstärksten Medienunternehmen Europas zu werden."
Für den geplanten Börsengang 2005 hat Premiere weitere Weichen gestellt. So wurde als neue Dachgesellschaft für alle operativen Geschäftseinheiten die Premiere AG beim Handelsregister München zur Eintragung angemeldet.
Wie DWDL bereits am Sonntag vermeldete, gehören dem Vorstand der Premiere AG neben dem Vorsitzenden Dr. Georg Kofler noch Michael Börnicke (Finanzen), Markus Schmid (Marketing und Vertrieb), Hans Seger (Programm) sowie Dr. Friedrich-Carl Wachs (Strategie undEntwicklung) an. In den Aufsichtsrat der Premiere AG wurden Rainer Grosskopf (Vorsitzender), Richard Roy und Severine Michel berufen.
Mit dem Übergang auf die Aktiengesellschaft verlängert Dr. Georg Kofler seinen Dienstvertrag mit Premiere um weitere fünf Jahre. "Ich will bei Premiere langfristig engagiert bleiben - alsVorstandsvorsitzender und Unternehmer", sagte Kofler, der mit 20,46 Prozent zweitgrößter Aktionär der neuen Premiere AG wird.
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