RTL West & Die Linke NRW © DWDL
Außen vor

Keine Sendezeit: NRW-Linke ärgern sich über RTL

 

Weil RTL West fünf Parteien "10 Minuten Klartext" reden, aber dabei Die Linke außen vor lässt, regt sich die Partei nun auf. Das Vorgehen sei "völlig inakzeptabel" und verstoße gegen journalistische Spielregeln.

von Alexander Krei
25.04.2012 - 10:39 Uhr

Zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen strahlt RTL in seinem Regionalfenster RTL West eine fünfteilige Reihe mit dem Namen "10 Minuten Klartext" aus, in der verschiedenen politischen Parteien Sendezeit eingeräumt wird. Verärgerung herrscht allerdings bei der Linkspartei, die - anders als SPD, CDU, FDP, Grüne und die Piraten - nicht zum Zuge kommen. "Während über alle anderen im Landtag vertretenen Parteien und auch über die Piraten ausführliche Berichte gesendet werden, soll Die Linke in diesem wichtigen Format außen vor bleiben", sagte Landessprecher Hubertus Zdebel.

"Wir akzeptieren diese Entscheidung des Senders nicht", so Zdebel weiter. RTL West verstoße gegen journalistische Spielregeln, wie sie auch für private Sender gelten würden. "Als Linke stellen wir konsequente Forderungen für eine sozial gerechtere Gesellschaft, mit denen wir uns viele und mächtige Feinde machen. Daher sind wir gewohnt, von vielen Medien nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst zu werden." Für einen unausgewogenen Umgang einiger Presseorgane mit seiner Partei lägen ihm weitere Belege vor.

Die "Vorauswahl in der politischen Willensbildung der Bürgerinnen und Bürger" sei "völlig inakzeptabel". Zdebel: "Wir fordern die journalistischen Berufsverbände und die zuständige Aufsichtsbehörde auf, im Sinne einer fairen Berichterstattung Stellung zu beziehen." Bei RTL weist man die Vorwürfe der Linkspartei mit der Begründung zurück. "Kriterien waren die landespolitische Bedeutung und die möglichen Auswirkungen des Wahlergebnisses auf den Bund", sagte Programmchef Jörg Zajonc der dapd. "Das ist keine Entscheidung gegen die Linke, sondern für ein Wochenformat." Mit den Linken stehe der Sender im Austausch über eine begleitende Berichterstattung zur Wahl.

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