Sparkurs auch beim ZDF: Haushaltsplan für 2005 genehmigt

Foto: ZDFDie geringer als von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlen ausgefallene Gebührenerhöhung um lediglich 88 Cent zum 1. April 2005 zwingt auch das ZDF zu einem weiteren Sparpaket.

So spart der Mainzer Sender im Haushaltsplan 2005 noch einmal zusätzlich 31 Millionen Euro ein, sodass dieser mit einem Überschuss von 25,1 Millionen Euro schließt. Der ursprüngliche Entwurf, der noch auf Basis der KEF-Empfehlung erstellt wurde, sah hingegen einen Überschuss von 63 Millionen Euro vor.

Werbung
Billigflüge - HLX - billigster Billigflieger

ZDF wird am Programm sparen

Intendant Markus Schächter halte trotz einer immer dünner werdenden Finanzdecke aufgrund weiter steigender Kosten zum Ende der neuen Gebührenperiode unverändert am Ziel der finanziellen Konsolidierung fest.

Durch die geringere Gebührenanhebung entgehen dem ZDF nach Angaben Schächters bis Ende 2008 rund 150 Millionen Euro. Eine solche Größenordnung, so der Intendant weiter, könne angesichts eines vom Sparkurs der vergangenen Jahre bereits maßgeblich geprägten Budgetentwurfs kurzfristig nicht mehr in voller Höhe aufgefangen werden.

Der größte Teil des nun beschlossenen Sparpakets entfällt mit 18 Millionen Euro auf das Programm. Gerade dies falle dem ZDF besonders schwer, sei es doch in den zurückliegenden Jahren weitgehend gelungen, umfangreiche Einspar- und Effizienzpotenziale bei weitgehender Schonung des Programms zu schaffen, wie Schächter weiter betonte.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht"

Nach Auffassung Schächters stellt der Gebührenbeschluss lediglich den Auftakt für eine umfassende öffentliche Diskussion um die ordnungspolitischen Grundlagen des dualen Rundfunksystems dar. Das ZDF sieht er für diese Diskussion jedoch gut gerüstet: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch, was die Positionierung des Programms anbelangt."

Der Haushaltsplan 2005 sieht im Betriebshaushalt Gesamterträge in Höhe von 1,874 Milliarden Euro und Aufwendungen von 1,831 Milliarden Euro vor. Die Aufwendungen reduzieren sich somit gegenüber 2004 um 79,5 Millionen Euro. Der Investitionshaushalt schließt mit einem Minus von 17,7 Millionen Euro ab, da die Programminvestitionen per Saldo zunehmen.