Fernseher © Photocase
Angekündigte Angleichung startet

Laute Werbung ab 31. August endlich passé

 

Wie Ende vergangenen Jahres angekündigt, gleichen öffentlich-rechtliche und private Sender zum Ende dieses Monats ihre Programmlautstärke an und wollen auch dafür sorgen, dass Werbung künftig nicht mehr lauter klingt als der Rest

von Uwe Mantel
27.08.2012 - 11:47 Uhr

Im Dezember vergangenen Jahres kündigten ARD, ZDF und der Privatsenderverband VPRT gemeinsam an, bis zum Start der Internationalen Funkausstellung die Lautstärkeunterschiede zwischen ihren Programmen sowie zwischen Werbung, Programm und Trailern weitgehend abschaffen zu wollen. Und tatsächlich: Pünktlich zum IFA-Start am 31. August ist es nun soweit. Damit sollen Lautstärkesprünge beim Umschalten ebenso der Vergangenheit angehören wie der deutliche Lautstärkeanstieg beim Wechsel von Programm zu Werbung oder Trailern.

Seit Anfang des Jahres hatten ARD, ZDF, die privaten Free- und Pay-TV-Sender sowie Marktpartner wie Vermarkter, Agenturen und werbende Unternehmen die Vorbereitungen getroffen, um die Programme nun "lautheitsnormiert" ausstrahlen zu können. Ausgangspunkt war eine neue Empfehlung der EBU zur Lautheitsmessung und -aussteuerung. Durch eine neue Generation von Messgeräten ist es nun Möglichkeit, nach "Lautheit" auszusteuern und nicht mehr nach der bisherigen "Spitzenpegelmessung".

"Durch den technischen Fortschritt haben wir nun die Möglichkeit, lautheitsnormiert zu produzieren und die Lautheit unserer Programme zu harmonisieren. Ich verspreche mir davon, ein seit vielen Jahren bekanntes Ärgernis im Sinne unserer Zuschauer zu lösen oder zumindest zu verbessern", so Heinz-Joachim Weber, der Vorsitzende der Produktions- und Technik-Kommission von ARD und ZDF, der die gute Abstimmung mit den Privatsendern herausstellte. Sebastian Artymiak, Leiter Medientechnologie beim VPRT, stellte unterdessen noch einmal den "erheblichen organisatorischen, technischen und finanziellen Aufwand" heraus, der damit verbunden war.

Trotzdem wird natürlich auch künftig nicht alles gleich laut klingen. "Die bewusst dramaturgisch eingesetzte Klangdynamik innerhalb eines Sendebeitrags oder eines Werbespots bleibt als elementares Gestaltungsmerkmal davon allerdings unberührt, das heißt, einzelne Momente oder Passagen unterschiedlicher Lautstärke wird es auch weiterhin geben", heißt es in der Mitteilung von ARD, ZDF und VPRT.

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