Das Erste, ZDF und SAT.1 wollen in Shows Spenden sammeln

Foto: ZDF"Am vierten Tag gehen die Beschreibungen für eine Katastrophe aus, die schon am ersten Tag kaum in Worte zu fassen war. Wieviel schlimmer als 50.000 Tote sind 100.000 Tote?" Diese Sätze von "heute journal"-Moderator Claus Kleber spiegeln die Fassungslosigkeit wieder, mit der man den ständig steigenden Opferzahlen gegenübersteht.

Angesichts der nach Einschätzung der Vereinten Nationen "größten Naturkatastrophe aller Zeiten", stellen auch die deutschen Sender nun ihr Programm um und kündigen fast reihenweise Spendengalas an.

So zeigt das ZDF am 4. Januar um 20:15 Uhr "Wir wollen helfen - ein Herz für Kinder". Johannes B. Kerner und Steffen Seibert moderieren das 90-minütige Programm live aus den Bufa-Studios in Berlin. Mit dabei sein werden unter anderen Hartmut Engler, Leadsänger der Gruppe Pur, Helmut Lotti, Katie Melua, Die Toten Hosen, Jeanette Biedermann und die Soulmates.

Die Spendengala entsteht in Zusammenarbeit mit dem "Aktionsbündnis Katastrophenhilfe", DRK, Caritas International, Diakonie, Unicef, Welthungerhilfe, und Bildzeitung. Zuschauer können ihreSpendenzusagen an eine in der Sendung eingeblendete zentrale Hotline geben.

Foto: ARD/Das ErsteKurzfristig umgestaltet wird im Ersten der "Silvesterstadl", der am 31. Dezember ab 20:15 Uhr zu sehen sein wird. In der fünfstündigen Live-Sendung aus der Olympiahalle in Innsbruck werden Karl Moik und seine Gäste die Fernsehzuschauer zu Spenden für Hilfsorganisationen in der Krisenregion aufrufen, so die ARD in einer Pressemitteilung.

"Angesichts der mittlerweile befürchteten 100.000 Todesopfer am Indischen Ozean, darunter zahlreiche deutsche, österreichische und Schweizer Touristen, sind wir der Ansicht, dass der 'Silvesterstadl' nicht in der ursprünglich geplanten Form stattfinden kann," begründet deramtierende Programmdirektor, Hartmann von der Tann, die Veränderungen.

Logo: SAT.1SAT.1 wiederum zieht seine ursprünglich für den 6. Januar angekündigte Spendengala auf Montag, den 3. Januar vor, wie eine SAT.1-Sprecherin dem Medienmagazin DWDL bereits am Donnerstagmorgen bestätigte. Die Show entsteht in Zusammenarbeit mit der "Aktion Deutschland Hilft"

Der Berliner Sender begründet diese Entscheidung damit, dass der Bereitstellung der Spendengelder noch die Beschaffung der dringend benötigten Hilfsgüter folgen müsse und gleichzeitig vor Ort jede Stunde zähle. Die Gala wird von Kai Pflaume moderiert, die aktuelle Berichterstattung aus den Krisengebieten während der Sendung moderiert SAT.1-Newsanchor Thomas Kausch.