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Schlechte Zeiten

Wohl zahlreiche Entlassungen beim "Weser-Kurier"

 

Auf den "Weser-Kurier" kommen offenbar harte Zeiten vor: Angeblich steht bei der Bremer Tageszeitungen AG ein radikaler Sparkurs bevor. Mehr als 100 Arbeitsplätze sind nach Informationen des DJV Bremen in Gefahr.

von Alexander Krei
24.04.2013 - 16:45 Uhr

Nachdem bereits die Funke Mediengruppe ihren Mitarbeitern zahlreiche Hiobsbotschaften erklären musste, trifft es mit der Bremer Tageszeitungen AG (BTAG) nun den nächsten regionalen Zeitungsanbieter. Wie der Bremer Landesverband des DJV berichtet, verlautete im Anschluss an eine Betriebsversammlung, dass in Kürze mindestens zwei Abteilungen geschlossen werden sollen. Ein Drittel der Stellen sollen demnach abgebaut werden - rund 110 Mitarbeiter würden damit ihren Job verlieren, sollte es wirklich so kommen.

Von den derzeit noch knapp 100 Redakteurinnen und Redakteuren bei der BTAG könnten den Angaben zufolge auch bis zu 20 Kolleginnen und Kollegen betroffen sein, die nach Vorstellung des BTAG-Vorstands über freiwillige Vereinbarungen ausscheiden sollen. Die Bremer Tageszeitungen AG gibt den "Weser-Kurier" und die "Bremer Nachrichten" heraus. Bereits zum 30. April dieses Jahres wird die BTAG die Berichterstattung der Regionalausgaben "Achimer Kurier" und "Verdener Nachrichten" an den Dienstleister Pressedienst Nord GmbH (PDN) vergeben, die derzeit dort tätigen BTAG-Redakteurinnen und -Redakteure abziehen und auf andere Redaktionen verteilen.

Zuvor waren schon die BTAG-Regionalredaktionen des Delmenhorster Kuriers, der Regionalen Rundschau (Brinkum) und des Syker Kuriers an den Dienstleister PDN vergeben worden, der seine Redakteurinnen und Redakteure weit unter dem gültigen Tarifvertrag für Tageszeitungsredakteure bezahlt. Der DJV Bremen zeigte sich von der Entscheidung entsetzt und kündigte an, die Interessen der betroffenen Angestellten in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat der Bremer Tageszeitungen AG angemessen vertreten zu wollen. Laut IVW musste der "Weser-Kurier" zuletzt im Einzelverkauf ein Minus von mehr als zwölf Prozent hinnehmen.

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