Manuel Koch © MK
Rotstift angesetzt

DAF spart sich Schalten an die Wall Street

 

Das Deutsche Anleger-Fernsehen setzt den Rotstift an und spart sich nach DWDL.de-Informationen ab Ende des Monats die Schalten an die Wall Street. Auch der Kooperationspartner N24 wird damit künftig nicht mehr aus New York berichten.

von Alexander Krei
04.03.2014 - 08:55 Uhr

Lange vorbei sind die Zeiten, in denen die Nachrichtensender mit ihrer Börsen-Berichterstattung die breite Masse erreichten. Schon längst wurde der Umfang deutlich reduziert. Ab Ende März wird N24 nun komplett auf die Schalten an die Wall Street verzichten. Hintergrund sind Sparmaßnahmen beim Deutschen Anleger-Fernsehen (DAF), das seit mehreren Jahren als Kooperationspartner für N24 tätig ist und auch die Schalten an die Frankfurter Börse produziert. Die Schalte nach New York, die täglich in der "Börse am Abend" stattfand, wird bereits ab Ende März wegfallen.

Beim DAF sind die drei Live-Schalten und die wöchentlichen Talk-Sendungen "Inside Wall Street" und "Nasdaq Report" vom Sparkurs betroffen. US-Chefkorrespondent Manuel Koch, der seit zweieinhalb Jahren für das DAF von der Wall Street berichtete, bestätigte gegenüber DWDL.de das Aus. "Ich bedauere die geplante Schließung des New Yorker Büros", sagte Koch. "Wir befinden uns in einer sehr interessanten Zeit für die Weltwirtschaft. Gerade die Wall Street spielt da eine entscheidende Rolle." Doch beim DAF legt man den Fokus lieber auf andere Themengebiete - etwa auf Dokus und ein Sportmagazin.

Koch selbst wird indes bereits in dieser Woche zum letzten Mal auf Sendung gehen. Nach Hauptmoderatorin Karolin Oltersdorf und Vorstand Andreas Scholz ist der 32-Jährige damit schon das dritte Sender-Gesicht, das das DAF innerhalb kurzer Zeit verlässt. "Für mich geht eine fantastische Zeit zu Ende", sagte Koch im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL.de. "Ich habe über 3.000 Sendungen produziert, viel erlebt und tolle Menschen kennengelernt. Ich werde nun nach Deutschland zurückkehren und mich neuen Herausforderungen stellen." Wie diese aussehen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht bekannt.

Auf die Börse ist er aber nicht festgelegt: Koch war während seiner Zeit in New York immer wieder auch außerhalb des Parketts aktiv. So berichtete er im Oktober 2012 für N24 über mehrere Tage hinweg am Times Square über Hurrikan Sandy und im April vergangenen Jahres über die Bombenanschläge beim Marathon in Boston. Freuen kann sich indes der Nachrichten-Konkurrent n-tv, der fortan als einziger deutscher Fernsehsender täglich von der Wall Street in New York senden wird.

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