Bertelsmann zieht Notbremse: "Der Club" wird saniert

Foto: BertelsmannEin weitreichender Sozialplan soll die Buchclub-Sparte des Gütersloher Medienkonzerns Bertelsmann aus den roten Zahlen holen. Die Unternehmensführung und der Betriebsrat einigten sich nach über zweimonatigen Verhandlungen auf einen Interessenausgleich, wie  „Der Club Bertelsmann“ am Donnerstag im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück bekannt gab.

Etwa 70 der 380 Stellen sollen abgebaut werden. Die Wochenarbeitszeit wird ab 1. Oktober von 38 auf 42 Stunden angehoben – ohne Lohnausgleich. Bei vielen Mitarbeitern werden die Löhne und Gehälter gar  um bis zu 20 Prozent gekürzt. Ausgenommen von den Personalkürzungen ist lediglich der Bereich Kunden-Service.

Presseberichten zufolge zieht die Abteilung für Programm und Marketing außerdem mit rund 80 Mitarbeitern aus Rheda-Wiedenbrück nach Berlin. Der Konzern erhoffe sich davon größere Nähe zu Trends und kulturellen Entwicklungen.

Für die Zugeständnisse sollen die Mitarbeiter als Ausgleich Kündigungsschutzgarantien zwischen zwei und fünf Jahren erhalten. Darüber hinaus erarbeiten Geschäftsleitung und Betriebsrat momentan ein Erfolgsbeteiligungsmodell nach dem Vorbild anderer Bertelsmann-Firmen, das die Mitarbeitern nach erfolgter Rückkehr in die Profitabilität des Unternehmens am wirtschaftlichen Erfolg finanziell beteiligt.