Anfang des Jahres hat der Verlag Vision Media, der die Zeitschrift "Mädchen" im Jahr 2009 von Springer übernommen hatte, dem Titel bereits eine radikale Rosskur auferlegt - gewissermaßen die "Brigitte"-Diät. Damals wurden nicht nur die Erscheinungsweise des Titels von 14-täglich auf monatlich halbiert, sondern zugleich die Redaktion zusammengeschrumpft. Die Inhalteproduktion wurde überwiegend an freie Autoren ausgelagert, während intern nur ein Kern-Team rund um Chefredakteurin Verena Roskos übrig blieb.
Auch damit ist aber nun Schluss. Am Dienstag wurde den verbliebenen vier Mitarbeitern mitgeteilt, dass die Redaktion komplett aufgelöst wird. Übrig bleibt nur die bisherige Chefredakteurin Verena Roskos, die künftig als Herausgeberin fungiert. Um die inhaltliche Betreuung kümmert sich künftig die Agentur readytoshow von Jürgen Stollberg, der einst Chefredakteur der "Bravo" war. Gegenüber turi2 sagte der scheidende Geschäftsführer Robert Sandmann, dass den Mitarbeitern "so weit möglich" andere Jobs im Unternehmen angeboten werden.
Die verkaufte Auflage von "Mädchen" lag zuletzt bei 134.278 Exemplaren - durch die Umstellung auf die monatliche Erscheinungsweise war die Zahl der verkauften Exemplare pro Ausgabe damit zwar um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, allerdings eben bei halb so häufiger Erscheinungsweise. Als Grund für die komplette Auslagerung führt Sandmann negative Erwartungen für die Anzeigenumsätze an.
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