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Sparmaßnahmen

SWR lässt Maran Film über die Klippe springen

 

Der SWR hat angekündigt, den "Tatort" und weitere Fernsehfilme künftig selbst produzieren zu wollen. Maran Film, eine Tochter von SWR Media Services und Bavaria Film, wird daher nicht mehr benötigt und muss nächstes Jahr schließen.

von Alexander Krei
03.12.2014 - 17:55 Uhr

Der SWR hat sich dazu entschieden, seine "Tatort"-Folgen aus Stuttgart und vom Bodensee sowie die übrigen Fernsehfilme künftig selbst zu produzieren. Es ist ein Schritt, der das Aus der Produktionsfirma Maran Film nach sich zieht. Diese war bislang mit der Stoffentwicklung und Produktionsbetreuung der filmischen Eigenproduktionen des SWR betraut - zum 30. Juni soll diese Beauftragung allerdings beendet werden, wie der SWR am Mittwoch erklärte. Die bislang von Maran Film erbrachten Aufgaben sollen vom SWR fortan direkt übernommen werden.

Grund für diese Entscheidung ist das Sparpaket zur Neuausrichtung des SWR Fernsehen, das sich der Sender selbst verordnet hat. "Das Wirken der Maran Film unter Leitung ihrer Geschäftsführerin Sabine Tettenborn und die Zusammenarbeit mit der Bavaria im Gesellschafterkreis waren über all die Jahre sehr erfolgreich. Ein künftig verändertes Mengengerüst unserer Eigenproduktionen und die daraus folgenden wirtschaftlichen Konsequenzen zwingen uns zu dem Entschluss, diese in der ARD einzigartige Konstruktion zu beenden", erklärte SWR-Fernsehdirektor Christoph Hauser.

SWR Media Services hält bislang 51 Prozent der Anteile an Maran Film, die restlichen 49 Prozent gehören der Bavaria Film. Deren Geschäftsführer Christian Franckenstein sagte: "Wir haben in den vergangenen Jahren in der Maran Film gern und gut mit dem SWR zusammengearbeitet. Wir respektieren die Entscheidung des SWR, weil das praktizierte Geschäftsmodell der Maran Film unter wirtschaftlichen Aspekten nicht mehr zeitgemäß ist. Wir bedanken uns bei Frau Tettenborn und ihrem Team für die erfolgreiche und kreative Arbeit."

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