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Russland-Experte

"Focus" trennt sich von Boris Reitschuster

 

Das Nachrichtenmagazin "Focus" und der Russland-Experte Boris Reitschuster gehen künftig getrennte Wege. Reitschuster zeigt sich enttäuscht.

von Timo Niemeier
25.02.2015 - 12:05 Uhr

Russland steht derzeit im Mittelpunkt der Weltpolitik. Im Ukraine-Konflikt spielt der Kreml eine wichtige, vielleicht sogar die wichtigste Rolle. Ohne Russland wird es keinen Frieden in der Ukraine geben. Zuletzt fing sich der Rubel zudem wieder etwas, nachdem die Währung innerhalb von wenigen Tagen viel an Wert verloren hatte. Genug Stoff also, um als deutsches Nachrichtenmagazin ein Büro in Moskau zu betreiben. Beim "Focus" trennt man sich nun aber von seinem Moskau-Korrespondenten Boris Reitschuster. 

Auf seinem Blog zeigt der sich enttäuscht und spricht von einem Abschied, der "schwer fällt". Reitschuster: "Es ist das Ende einer Lebens-Epoche." Gleichzeitig sei es aber auch ein Neuanfang und er freue sich auf neue Erfahrungen. 

Gegenüber dem Osteuropa-Magazin "ostpol" spricht Reitschuster von unterschiedlichen Auffassungen. Bei Burda betont man, dass der "Focus" in Zukunft natürlich weiterhin aus Russland berichten werde. "'Focus' arbeitet bereits seit Jahren mit freien Korrespondenten in Russland und in der Ukraine – und wird dies auch weiterhin tun", so der Verlag. Laut "ostpol" bringt Burda in Russland, als einer der größten Verlage, etliche Titel heraus.

Update (17 Uhr): Nach "Focus"-Angaben nahm Boris Reitschuster seine Funktion als Moskaukorrespondent bereits ab 2012 nicht mehr aus Russland, sondern aus Deutschland wahr. Man setze schon seit längerer Zeit auch auf freie Journalisten aus der Region, für den "Focus" ändere sich daher nicht sonderlich viel. Das Osteuropa-Magazin "ostpol" hat seinen Artikel inzwischen kommentarlos gelöscht.

Korrektur-Hinweis:
Zunächst stand an dieser Stelle, dass Reitschuster ab 2012 kein Moskaukorrespondent mehr gewesen sei. Das war nicht korrekt, wie ein Schreiben des "Focus" bestätigt.

Update (26. Februar, 10:45 Uhr): Das Herausgeber-Netzwerk von "ostpol" sagt gegenüber DWDL.de, dass der Artikel nicht aufgrund von Fehlern gelöscht wurde. Man habe den Text inzwischen exklusiv an ein anderes Medium verkauft, voraussichtlich Anfang März werde er dort wieder erscheinen. 

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