Nico Hofmann, UFA Fiction © UFA
UFA Fiction adaptiert "Der Fall Mollath"

Fokus auf Verteidiger: Hofmann verfilmt Fall Mollath

 

Nico Hofmann verfilmt den Fall Mollath für das Fernsehen und hat sich dafür die Rechte am Buch "Der Fall Mollath" gesichert, das dessen Strafverteidiger im Dezember veröffentlichte. Der Fokus des Films liegt dann auch beim Verteidiger Strate.

von Marcel Pohlig
28.02.2015 - 11:55 Uhr

Nico Hofmann macht sich an die weitere Verfilmung eines weiteren zeitgeschichtlichen Themas. Nachdem im Dezember bekannt wurde, dass Hofmann und die UFA Fiction den Fall der ums Leben gekommenen Gorch-Fock-Kadettin Jenny Böken verfilmen will, ist es nun der Justizfall Gustl Mollath, der es dem Produzenten angetan hat. Die UFA Fiction hat sich dazu die Rechte am Buch "Der Fall Mollath" gesichert, welches dessen Strafverteidiger Gerhard Strate im Dezember auf den Markt brachte. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in der aktuellen Ausgabe.

Der Fokus des Films soll entsprechend auch nicht auf Mollath, sondern auf Strate liegen. Hofmann wolle laut "Spiegel" die "anwaltschaftliche Leistung" Strates würdigen und wünscht sich für die Besetzung der Rolle Axel Milberg. Während Strate selbst als Berater eingebunden sein wird, hält sich Mollath von der Verfilmung fern. Zwischen Mollath und Strate kam es zum Zerwürfnis, da Mollath sich einen Freispruch erster Klasse erhoffte. Auch am Buch wirkte Mollath entsprechend bereits nicht mit.

Der Fall rund um Gustl Mollath gehört zu den spektakulärsten Prozessen der vergangenen Jahre. Im August vergangenen Jahres kam das Landgericht Regensburg zu der Erkenntnis, dass Mollath sieben Jahre zu Unrecht in der Psychiatrie verbracht hatte. Allerdings sah es die Richterin dennoch als erwiesen an, dass Mollath seine damalige Frau im Jahr 2001 misshandelt hatte. "Der Film soll dokumentieren, wie die fatale Komplizenschaft von Justiz und Psychiatrie zur Entrechtung von Menschen führen kann", so Strafverteidiger Strate gegenüber dem "Spiegel". Hinter dem Drehbuch und der Regie steckt Raymond Ley, der kürzlich bereits für "Meine Tochter Anne Frank" verantwortlich zeichnete.

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