Was geht ab?! © Mediakraft
Mehrere YouTube-Kanäle vor dem Aus

Überraschende Kündigungswelle bei Mediakraft

 

Mediakraft Networks stellt gleich vier eigenproduzierte Kanäle ein. Dazu zählt auch der vor mehr als zwei Jahren gestartete Nachrichtenkanal "Was geht ab?!". Das Netzwerk erklärt gegenüber DWDL.de, künftig mehr auf Mainstream-Inhalte setzen zu wollen.

von Alexander Krei
02.10.2015 - 12:36 Uhr

Vor zwei Jahren brachte Mediakraft seinen Nachrichten-Kanal "Was geht ab?!" auf YouTube an den Start, der wochentäglich mit kurzen News gefüllt werden sollte. Mediakraft versprach Nachrichten - "seriös recherchiert aber nicht ganz so seriös vorgetragen", wie ein Trailer damals verriet. Nun ist jedoch Schluss damit: "Was geht ab?!" wird ebenso eingestellt wie "Techscalibur" sowie die deutsche und englische Version von "Einfach Geschichte". Einen entsprechenden Bericht des Webvideomagazins "Broadmark" bestätigte ein Mediakraft-Sprecher am Freitag gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de.

Die Einstellung der Kanäle führte in dieser Woche zu mehreren Kündigungen bei Mediakraft. Hintergrund: Bei den beendeten Kanälen handelt es sich nicht nur um von Mediakraft vermarketete, sondern auch selbstproduzierte Inhalte. Nach Angaben von Mediakraft ist "eine einstellige Zahl von Mitarbeitern" betroffen. Erst zu Jahresbeginn hatte das Multi-Channel-Netzwerk seinen Kanälen "Techscalibur" und "Was geht ab?!" ein neues Konzept verpasst - offenbar ohne den gewünschten Erfolg.

"Mediakraft hat bereits im August ein neues Geschäftsmodell angekündigt, welches sich auf Produktion, Entwicklung, Distribution und Vermarktung von Online-Video-Content fokussiert, der langfristig gemeinsam ausgewertet wird. Im Rahmen dieser Strategie wird Mediakraft die Content-Eigenproduktion weg vom Nischen-Programmanbieter zu Mainstream Online-Video verändern und sich auf solche Aktivitäten konzentrieren, die nachhaltig Wert generieren", erklärte Mediakraft.

Aktuell werde man daher keine neuen Folgen von "Was geht ab?!", "Techscalibur" und "Einfach Geschichte" produzieren. Stattdessen wolle sich das Unternehmen strategisch auf die Stärkung der Bereiche Sales, Artist Management, neue Content-Entwicklung sowie Platform-Distribution und Fan-Development konzentrieren. "Die Maßnahmen leiten sich unmittelbar ab aus dem angekündigten neuen Geschäftsmodell und sichern die Position in einem der weltweit spannendsten Zukunftsmärkte", sagte der Mediakraft-Sprecher auf DWDL.de-Nachfrage.

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