Christian Seifert Bundesliga © Bundesliga
DFL gibt TV-Partner bekannt

Sky behält Bundesliga-Rechte, Eurosport neu im Boot

 

Die DFL hat bekanntgegeben, wer künftig die Bundesliga übertragen wird. Sky behält fast alle Rechte - ein Paket sicherte sich aber auch Eurosport. Die "Sportschau" bleibt, das ZDF sichert sich mehr - und Amazon sticht Sport1 bei den Netcast-Rechten aus.

von Alexander Krei
09.06.2016 - 14:22 Uhr

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Die Bundesliga-Rechte für den Zeitraum zwischen der Saison 2017/18 und 2020/21 sind vergeben worden - und bei Sky kann man sich freuen. Der Pay-TV-Sender wird auch weiterhin die meisten Spiele übertragen. Mit dem Slogan "Alle Spiele, alle Tore" kann man sich künftig allerdings nicht mehr rühmen, weil sich auch Eurosport eines der Live-Pakete fürs Pay-TV sichern konnte. Konkret handelt sich dabei um das Paket A, das die Freitagsspiele umfasst sowie all jene Spiele, die künftig mehrfach pro Saison sonntags um 13:30 Uhr sowie montags um 20:30 Uhr angepfiffen werden. Besonders interessant: Die Relegationsspiele zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga, die in den vergangenen Jahren dem Ersten stets starke Quoten beschert hatten, verschwinden fortan komplett im Pay-TV - auch diese werden bei Eurosport laufen. Darüber hinaus darf Eurosport fortan auch den Supercup zeigen.

Unterm Strich zeigt Eurosport damit fortan immerhin 45 Spiele pro Saison. Der Erwerb der Freitagsspiele durch Eurosport dürfte Sky allerdings gar nicht ungelegen kommen. Weil der Bezahlsender nicht alle Pakete erworben hat, kam die neu eingeführte "No Single Buyer Rule" nämlich gar nicht zum Tragen. Sie hätte dafür gesorgt, dass Sky die Online- und Mobilfunkrechte für die beiden Sonntagsspiele verliert, was ganz sicher nicht im Interesse des langjährigen TV-Partners der Liga gewesen wäre. Die Spiele der 2. Bundesliga werden indes wie gehabt ausschließlich bei Sky bleiben. Hier wird man künftig sogar das bislang auch im Free-TV ausgestrahlte Montagsspiel exklusiv zeigen - Sport1 ist hier nämlich nach mehr als 20 Jahren raus. Ob der Sender weiterhin die Zusammenfassungen der übrigen Zweitliga-Spiele am Freitag und Sonntag zeigen wird, ist derweil noch unklar, weil bislang kein Angebot den Vorstellung der DFL entsprochen hat, wie Geschäftsführer Christian Seifert betonte.

Sport1 konnte sich bisher einzig die Rechte für eine Highlight-Berichterstattung am Sonntagmorgen sichern, sodass im "Doppelpass" wie gewohnt Ausschnitt aus den Bundesliga-Spielen gezeigt werden können - ein schwacher Trost für den Sender, der damit zunächst zu den Verlierern der Ausschreibung zählt. Hinzu kommt nämlich, dass Sport1 künftig nicht mal mehr im Radio-Bereich dabei ist. Die Netcast-Rechte, die man zuletzt dem Sportradio 90elf abgeluchst hatte, gehen nämlich in der nächsten Periode überraschend an Amazon. Was genau das Unternehmen damit bezwecken möchte, ist allerdings noch völlig unklar. Klar ist aber, dass Amazon die Audioübertragungen für Web und Mobile über Amazon Prime Music anbieten wird. Die klassischen Broadcast-Rechte im Radio-Bereich sicherte sich unterdessen wie gewohnt die ARD - hier müssen sich Fans also nicht auf Veränderungen einstellen.

Das gilt übrigens auch für die Berichterstattung im Free-TV - zumindest weitgehend. Die ARD wird - und das dürfte mit Abstand wichtigstes Ziel gewesen sein - auch in den kommenden vier Spielzeiten in der "Sportschau" über die Spiele vom Samstagnachmittag berichten, zudem bleiben auch die Highlight-Rechte an den Sonntagsspielen bei der ARD. Allerdings muss auch die ARD Abstriche machen, weil sich das ZDF etwas überraschend ein zusätzliches Free-TV-Paket sichern konnte. Der Mainzer Sender hält fortan nicht nur die Rechte für eine Fortsetzung der Berichterstattung im Rahmen des "Aktuellen Sportstudios", sondern wird ab 2017/18 zusätzlich drei Bundesliga-Spiele pro Saison live zeigen. Dabei handelt es sich um das Saison-Eröffnungsspiel, das letzte Spiel der Hinrunde sowie das Auftakt-Spiel der Rückrunde. Auch die Relegationsspiele zwischen 2. und 3. Liga gibt's fortan im ZDF zu sehen. Teil des Pakets ist darüber hinaus noch der Supercup.

Bundesliga-Rechte
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Neu im Boot ist übrigens auch die Perform Group, die die Rechte an der zeitnahen Highlight-Berichterstattung im Netz abwarb. Diese Rechte lagen zuletzt bei Springer, das sein Angebot "Bundesliga bei Bild" damit nach nur einer Periode schon wieder zu den Akten legen muss. Zuletzt hatte der Verlag allerdings bereits deutlich gemacht, dass der Erfolg wohl ohnehin nicht allzu groß gewesen ist. Abgesehen von den Zusammenfassungen der 2. Liga am Sonntag und Montag im frei-empfangbaren Fernsehen ist übrigens noch ein weiteres Paket bisher nicht vergeben worden: Dabei handelt es sich um die neu eingeführte Möglichkeit, montags ab 22:15 Uhr noch einmal Zusammenfassungen sämtlicher Spiele des Wochenendes auszustrahlen - womöglich wäre das ja noch einmal etwas für Eurosport, quasi als Klammer des Spieltags.

Bundesliga-Rechte
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