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Zahlen, bitte

"Spiegel Plus": "SpOn" startet sein Bezahlangebot

 

Lange wurde es angekündigt, nun ist es da: Das Bezahl-Angebot von "Spiegel Online". Zum Start gibt es ausgewählte Artikel des gedruckten "Spiegel" auch entbündelt online zum Kauf. 39 Cent muss der Nutzer dafür hinblättern.

von Uwe Mantel
27.06.2016 - 15:31 Uhr

Dass der "Spiegel" online ein Bezahlangebot aufbauen möchte, ist schon seit langer Zeit bekannt - nur die Umsetzung ließ erstaunlich lange auf sich warten. Mit der Vorstellung von "Spiegel Plus" wurde am Montag nun aber der Startschuss gegeben. Im Wesentlichen heißt das, dass "Spiegel Online" selbst zwar als kostenloses Angebot bestehen bleibt, dass einzelne Artikel des gedruckten "Spiegel", aber auch aus Ablegern wie "Spiegel Geschichte", "Spiegel Wissen" oder dem "Literatur Spiegel" aber einzeln kostenpflichtig abgerufen werden können. Auch eigens für "Spiegel Plus" erstellte Artikel soll es geben.

Vor Fertigstellung des jeweils aktuellen "Spiegel" treffen die Chefredaktionen gemeinsam eine Auswahl von Beiträgen aus der kommenden Ausgabe. Von Samstag bis zum darauffolgenden Freitag sollen zunächst pro Tag zwei Print-Artikel im Bezahlbereich auf "Spiegel Online" veröffentlicht werden. Hinzu sollen täglich zwei weitere Texte aus der Online-Redaktion kommen, dazu wie erwähnt Artikel aus anderen Print-Objekten oder dem "Spiegel"-Archiv. Sobald sich die Produktion eingespielt hat, soll das Angebot "ausgeweitet und flexibel gestaltet" werden.

39 Cent werden pro Artikel fällig, bei der Abrechnung setzt man auf LaterPay. Konkret sind beim Aufruf eines Plus-Artikels die ersten 1.000 Zeichen ohnehin gratis zu sehen, danach muss man die AGB bestätigen, um sofort auch den Rest lesen zu können. Abgerechnet wird erstmals, wenn fünf Euro zusammengekommen sind, dann ist eine einmalige Registrierung notwendig. Zunächst können nur einzelne Artikel gekauft werden, mittelfristig soll es aber auch Zeitpässe geben, mit denen das komplette Angebot nutzbar ist. Wer den digitalen "Spiegel" ohnehin abonniert hat, kommt mit einem Link dorthin und kann ihn im digitalen "Spiegel" lesen. Print-Abonnenten könnne ihr bestehendes Abo für 50 Cent zusätzlich um die digitale Ausgabe erweitern.

"Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer: "Bei 'Spiegel Plus' werden unsere Leserinnen und Leser in der digitalen Welt das finden, wofür der 'Spiegel' seit seiner Gründung vor knapp 70 Jahren steht: die großen Enthüllungen und Geschichten unserer Zeit. Hier bieten wir täglich besondere Artikel an: die besten Investigativ-Geschichten, Reportagen, Analysen und Porträts, Interviews, Kolumnen und Essays aus unserem Haus. 'Spiegel Plus' wird ein lebendiges Projekt werden, das nur durch enge Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Print und Online, zwischen den Chefredaktionen, den einzelnen Ressorts, der Dokumentation und dem Verlag gelingen kann."

Florian Harms, Chefredakteur von "Spiegel Online" erklärt: "Mit 'Spiegel Plus' erweitern wir das publizistische Angebot unseres Hauses im Internet. Nach monatelangen Vorbereitungen ist dies der Auftakt für den schrittweisen Ausbau unseres digitalen Bezahlangebots. Nun beginnt eine Phase des Experimentierens, Messens und Lernens, in der wir 'Spiegel Plus' inhaltlich, technisch und optisch weiterentwickeln und optimieren wollen." Thomas Hass, Geschäftsführer des Spiegel-Verlags, möchte "den 'Spiegel'-Journalismus im Digitalen noch stärker sichtbar" machen und zudem "neue Erlösmöglichkeiten für unser erfolgreiches Online-Geschäft" schaffen.

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