Uwe Boll © Screenshot YouTube
"Fuck you all"

Uwe Boll plant eigene Streamingplattform "BollFlix"

 

Da niemand seinen Film "Rampage 3" veröffentlichen wollte, hat Regisseur Uwe Boll seinen Abschied aus dem Geschäft bekanntgegeben. Für seine Fans gibt's aber noch ein Geschenk: BollFlix, eine Streamingplattform.

von Kevin Hennings
11.08.2016 - 15:33 Uhr

Ende, aus, vorbei. Wie Filmregisseur Dr. Uwe Boll bereits im Mai bekanntgegeben hat, wird es in Zukunft keine neuen Werke mehr von ihm zu sehen geben. Grund dafür ist sein aktueller Film "Rampage 3", welchen er nicht an den Mann bringen konnte. Da platzte ihm der Kragen und sagte in einem auf Facebook veröffentlichten Video "Fuck you all" und "Goodbye Hollywood". Zum Abschied hat er für seine treuen Fans allerdings nichts Geringeres geplant als einen Streamingdienst, der auf den Namen BollFlix hört und all seine bisherigen Filme bünden soll.

"Es lohnt sich einfach nicht mehr", verriet der mit der goldenen Himbeere ausgezeichnete Filmemacher im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. "Der Independentfilm ist tot." Anstelle von Kinofilmen seien mittlerweile Fernsehserien im Trend. Doch dies sei kein Markt für ihn: "Leider will keiner mit mir eine Serie drehen." Deswegen hat es Boll nun nach Vancouver, Kanada gezogen, wo er das Edel-Restaurant "Bauhaus" eröffnete, von dem die Kritiker durchaus begeistert sind. 

Eine Online-Petition hatte bereits vor acht Jahren versucht, den oft kontrovers gesehenen Regisseur in den Ruhestand zu schicken, weil seine Videospielsverfilmungen Schande über die Originale bringen würden. Nun kommt Boll diesem Wunsch also doch noch nach. Wer heute Abend jedoch bereits "BollFlix and Chill" betreiben möchte, wird sich noch ein bisschen gedulden müssen. Denn ein Countdown auf besagter Website verrät, dass es erst in knapp neun Tagen, also am Sonntag, den 21. August um 21:00 los geht.

In welcher Qualität er seine Werke der Öffentlichkeit übergibt, ist also noch ein Geheimnis - und auch, ob das Ganze kostenlos ist.

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