YouTube © Rego Korosi (CC BY-SA 2.0)
Sperrtafeln gehören der Vergangenheit an

YouTube und GEMA legen jahrelangen Streit bei

 

Sieben Jahr lang währte der Streit zwischen YouTube und der GEMA - sehr zum Ärger der Nutzer, die seither immer wieder auf nervige Sperrtafeln stießen. Nun können sich Musikfans jedoch freuen: Beide Seiten einigten sich auf einen Vertrag.

von Alexander Krei
01.11.2016 - 09:44 Uhr

"Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat": Auf diesen Hinweis werden YouTube-Nutzer in Zukunft nicht mehr stoßen, denn nach vielen Jahren haben die Google-Tochter und die Rechteverwertungsgesellschaft ihren erbitterten Streit endlich beigelegt. Beide Seiten bestätigten inzwischen einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Am Dienstag haben die GEMA und YouTube nach zähen Verhandlungen also tatsächlich einen Lizenzvertrag unterzeichnet, der auch den vertragslosen Zeitraum seit 2009 abbildet - damit erhalten die von der GEMA vertretenen Musikurheber und Verleger wieder eine Vergütung für die Nutzung ihrer Werke.  Die Vereinbarung deckt neben dem herkömmlichen werbefinanzierten Dienst auch den neuen Abo-Service YouTube Red ab, den YouTube bereits in den USA anbietet und der auch in Europa starten soll.

Und doch konnten nicht alle Unklarheiten beseitigt werden: So bestehen weiterhin unterschiedliche Rechtsauffassungen darüber, ob YouTube oder die Uploader für die Lizenzierung der genutzten Musikwerke verantwortlich sind. Ungeachtet dessen habe man sich jedoch dazu entschieden "in die Zukunft zu blicken und mit diesem Vertrag eine sichere Grundlage für die Mitglieder der GEMA und der YouTube-Nutzer zu schaffen", erklärte die GEMA am Dienstag in einer Mitteilung.

"Nach sieben Jahren zäher Verhandlungen markiert der Vertragsabschluss mit YouTube einen Meilenstein für die GEMA und ihre Mitglieder", sagte Thomas Theune, Direktor Sendung und Online bei der GEMA. "Unserem Standpunkt, dass Urhebern auch im digitalen Zeitalter eine angemessene Vergütung zusteht, sind wir trotz aller Widerstände treu geblieben. Entscheidend ist, dass der jetzt erzielte Lizenzvertrag sowohl die Zukunft als auch die Vergangenheit abdeckt. Mit diesem Abschluss können wir unseren Mitgliedern die Tantiemen sichern."

Christophe Muller, Head of International Music Partnerships bei YouTube: "Wir wollen sicherzustellen, dass Autoren, Komponisten und Musikverleger auch weiterhin fair bezahlt werden. Ebenso sollen unsere YouTube-Nutzer ihre Lieblingssongs genießen und neue Musik entdecken können. Wir freuen uns sehr, eine Vereinbarung mit der GEMA gefunden zu haben, die es uns ermöglicht, Einnahmen für ihre Mitglieder zu generieren und neuen Musiktalenten die Chance zu geben, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern."

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