Erst vor wenigen Tagen ist bekannt geworden, dass sich der RBB einen neuen Programmdirektor suchen muss. Claudia Nothelle verlässt den Sender zum Jahresende, sie hatte zuletzt seit sieben Jahren in diesem Job gearbeitet (DWDL.de berichtete). Inzwischen hat man beim Sender auch schon einen Wunschkandidaten für die Nachfolge: Jan Schulte-Kellinghaus. RBB-Intendantin Patricia Schlesinger hat Schulte-Kellinghaus bereits dem Rundfunkrat vorgeschlagen, das berichten der "Tagesspiegel" und die "Märkische Allgemeine" übereinstimmend.
Der Rundfunkrat muss der Personalie nun noch zustimmen und wird das wohl bei seiner nächsten Sitzung am 1. Dezember auch tun. Genau wie Schlesinger kommt auch Schulte-Kellinghaus vom NDR, dort leitet er derzeit den Programmbereich Fernsehen und Koordination. Seine Karriere startete er beim ZDF, wo er als Reporter für das "heute-journal" arbeitete, später war er auch für das Landesstudio Thüringen und "Hallo Deutschland" im Einsatz.
Schulte-Kellinghaus steht beim RBB vor großen Aufgaben: Der Sender ist aus Quotensicht das Schlusslicht unter den Dritten Programmen und gilt nicht gerade als die innovativste aller ARD-Anstalten. Vor wenigen Wochen haben Schlesinger und Nothelle noch eine große Programmreform auf den Weg gebracht, so werden etliche Programme im Hauptabendprogramm überarbeitet, zwei neue Formate sollen entstehen. Montags und donnerstags will sich der RBB zukünftig auf Verbraucherthemen, Dokus und gesellschaftspolitische Formate konzentrieren. "Das alles ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf, es wird Verzögerungen geben, Umwege, Pannen. Aber wir beginnen jetzt mit einem neuen RBB Fernsehen für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer. Das freut mich sehr", sagte Schlesinger im September.
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