Fahndung Deutschland mit Simone Panteleit © Sat.1/Claudius Pflug
Aus für Sat.1-Magazin

"Fahndung Deutschland" kehrt nicht mehr zurück

 

Auch wenn Sat.1 selbst von einer "guten Entwicklung" spricht, wird der Sender sein Magazin "Fahndung Deutschland" - anders als zunächst geplant - nicht mehr auf den Bildschirm zurückholen. Stattdessen geht man vorerst lieber auf Nummer sicher.

von Alexander Krei
18.11.2016 - 14:25 Uhr

Knapp zwei Monate nach Ausstrahlung der letzten Folge steht fest, dass "Fahndung Deutschland" nicht mehr den Weg ins Programm von Sat.1 finden wird. Das bestätigte eine Sendersprecherin am Freitag gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de. "Trotz der innovativen Sendungsidee und einer guten Entwicklung auf dem schwierigen Sendeplatz war 'Fahndung Deutschland' nicht ganz so erfolgreich wie erhofft und wird deshalb vorerst nicht ins TV zurückkehren", heißt es von Seiten des Senders.

Nach DWDL.de-Informationen wurde der Redaktion die Entscheidung in dieser Woche mitgeteilt. Nicht nur dort ist die Überraschung nun groß, schließlich war noch Anfang September lediglich von einer Pause die Rede gewesen. Damals hatte Sat.1 die tägliche Fahdungssendung durch den "Kampf der Köche" abgelöst, der mit Marktanteilen von im Schnitt nur kaum mehr als fünf Prozent in der Zielgruppe weitaus schlechter performte als das von MAZ & More produzierte Magazin. Das lag zuletzt mit Werten um acht Prozent gar nicht so weit vom Senderschnitt entfernt.

Den Ausschlag für die Entscheidung, "Fahdnung Deutschland" nun trotzdem nicht fortzusetzen, dürften die Quoten der "Ruhrpottwache" gegeben haben. Die von Filmpool produzierte Crime-Doku ist aktuell mit im Schnitt 8,8 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen noch etwas erfolgreicher unterwegs - wohl auch, weil die Programmfarbe gut zu "Auf Streife - Die Spezialisten" passt, das im Vorfeld inzwischen regelmäßig zweistellige Marktanteile verbucht. Sat.1 wird daher am Vorabend auch weiterhin auf dieses Genre setzen.

Die Ruhrpottwache
© Sat.1

Ganz ohne Risiko ist diese Programmierung freilich nicht, immerhin besteht die Gefahr, dass sich die Zuschauer relativ schnell an "Auf Streife" und seinen Auswüchsen satt sehen könnten. Aktuell füllt Sat.1 täglich bereits sechs Stunden seines Daytime-Programms mit Formaten wie "Auf Streife" und der "Ruhrpottwache". Den Anspruch, seinem Publikum ein abwechslungsreiches Tagesprogramm anzubieten, scheint man in Unterföhring somit vorerst zu den Akten gelegt zu haben.

Ärgerlich ist das Aus von "Fahndung Deutschland" übrigens auch für die Polizei: Mit der habe man gut zusammengearbeitet, erklärte eine Sendersprecherin. Aufgrund der Sendung seien zahlreiche Hinweise eingegangen, die bei der Aufklärung vieler Straftaten hilfreich waren.

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