Mathias Döpfner © Springer
"Folgen für Meinungsvielfalt wären verheerend"

Döpfner: Politik soll sich bei Facebook raushalten

 

BDZV-Präsident und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner hat sich gegen eine Ausdehnung des Presserechts auf soziale Netzwerke ausgesprochen. Die Folgen für kleinere Verlage wären verheerend. Stattdessen soll sich die Politik lieber um etwas anderes kümmern.

von Timo Niemeier
16.12.2016 - 15:51 Uhr

Im Zuge der Diskussionen rund um Hass-Kommentare und Fake News in sozialen Netzwerken wird derzeit auch diskutiert, wie man der Lage Herr werden kann. Eine Ausdehnung des Presserechts auf Unternehmen wie Facebook & Co. hält BDZV-Präsident Mathias Döpfner allerdings für keine gute Lösung. Bei den entsprechenden Unternehmen handele es sich nämlich nicht um Medien im eigentlichen Sinne, sondern um technologiegetriebene Plattformen.


"Der Vorstoß ist gut gemeint, würde jedoch das Gegenteil bewirken. Wenn die Politik Facebook nun in die Rolle des Medienunternehmens zwingt, entsteht ein globaler Supermonopol-Verlag. Die Folgen für die Meinungsvielfalt und die Zukunft kleinerer Verlage wären verheerend", sagt Döpfner. Stattdessen holt er eine altbekannte Forderung der Verleger auf den Tisch: Die Politik soll Facebook dazu bringen, wirtschaftlich und rechtlich fair mit den Lieferanten von Inhalten umzugehen. "Verlage und Nutzer tragen dann die rechtliche Verantwortung für die gelieferten Inhalte gerne selbst", so Döpfner.

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