Handball-WM bei der DKB © Sascha Klahn/DHB/DKB
"Außergewöhnlicher Einzelfall"

Handball-WM: Medienhüter drücken ein Auge zu

 

Kurz vor Beginn der Handball-WM herrschte noch einmal kurzzeitig Unklarheit darüber, ob die Spiele wirklich von der DKB gestreamt werden dürfen. Die Medienhüter drücken jedoch ein Auge zu - dennoch aber dennoch mit einer Beanstandung.

von Alexander Krei
10.01.2017 - 15:38 Uhr

Handball-Fans können aufatmen - mal wieder: Die Deutsche Kreditbank (DKB) kann das am Mittwoch startende Turnier auf ihrer Website wie geplant übertragen, auch wenn die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) die Ausstrahlung "aller Voraussicht nach als zulassungspflichtigen Rundfunk" einstufen wird. Die Medienhüter haben allerdings Verständnis für die Situation: "Aufgrund der besonderen und außergewöhnlichen Einzelfallsituation wird die Ausstrahlung der Handball-WM auf dem Internet-Portal der DKB geduldet", hieß es am Dienstagnachmittag.

Kurios: Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat die DKB nun um eine Stellungnahme gebeten. Der Sachverhalt soll bis zur nächsten Sitzung aufbereitet werden - diese findet jedoch ohnehin erst am 31. Januar statt und damit zwei Tage nach dem Finale der Handball-WM. "Sollte die ZAK zu dem Ergebnis kommen, dass es sich bei der Übertragung der Handball-WM im Internet um Rundfunk gehandelt hat, muss die DKB mit einer Beanstandung rechnen", stellte die ZAK klar. Diese wird die Bank allerdings im Zweifel vermutlich ganz gut verkraften können.

Die DKB, die seit Jahren als Hauptsponsor der Handball-Nationalmannschaft auftritt, hatte sich in der vergangenen Woche überraschend die Übertragungsrechte an der Weltmeisterschaft gesichert, nachdem sich die Verhandlungen zwischen dem Rechtehalter beIn Sports und diversen Fernsehsendern kompliziert gestalteten. Zu Wochenbeginn kündigte die DKB schließlich an, die live gestreamten Spiele der Nationalmannschaft sowie weitere ausgewählte Partien wie das Eröffnungsspiel und das Finale von Markus Götz und Uwe Semrau kommentieren zu lassen. Bei den übrigen Spielen soll dagegen der englische Originalkommentar verfügbar gemacht werden.

Der Livestream soll übrigens erst mit dem Einlauf der Mannschaften ins Stadion beginnen und auch bereits kurz nach dem Spiel wieder enden. Ein Studio oder gar ein Team vor Ort wird es folgerichtig nicht geben - eine Notlösung also, auch für die DKB. "Als langjähriger Partner des deutschen Handballs hätte sich auch die DKB eine Live-Übertragung im Free-TV gewünscht und hofft, dass dies bei künftigen Turnieren auch wieder der Fall sein wird", erklärte die Bank.

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