Lange war Steve Bannon ein wichtiger Verbündeter von Donald Trump. Der machte ihn nach der gewonnen US-Präsidentschaftswahl sogar zu seinem Chefstrategen, doch die jüngsten Veröffentlichungen im Enthüllungsbuch "Fire and Fury" sorgten für ein Ende der Männerfreundschaft. Wie jetzt bekannt wurde, muss Bannon nun auch noch die rechtspopulistische Nachrichten-Website "Breitbart News" verlassen. In einer kurzen Mitteilung erklärte "Breitbart News", dass Bannon seine Position als Herausgeber aufgeben werde und man einen "glatten und geordneten Übergang" plane.

Durch das Aus bei "Breitbart News" verliert Bannon auch seine tägliche Show beim Radiosender SiriusXM. Bannon selbst sagte, er sei stolz darauf, dass das Team innerhalb kurzer zeit "eine Nachrichten-Plattform von Weltklasse" geschaffen habe. Auf Twitter kündigte er zudem an, dass von ihm nicht zum letzten Mal gehört sei - schon bald wolle er Neuigkeiten verkünden. Zu den genauen Gründen, die zur Trennung führten, äußerten sich beide Seiten nicht.

Bannon stand seit einigen Tagen verstärkt in der Kritik, weil er sich in dem Buch des Journalisten Michael Wolff vor allem über Trumps ältesten Sohn kritisch äußerte. Trump sagte daraufhin, Bannon habe den Verstand verloren. Eine Rückkehr ins Weiße Haus, wo er zeitweies als Chefstratege arbeitete, gilt angesichts der jüngsten Äußerungen als ausgeschlossen.