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Reality-Formate nur noch in der Primetime

MTV baut seine Musikstrecke demnächst deutlich aus

 

MTV wird bald deutlich mehr Musik zeigen als bislang. Bereits in der kommenden Woche werden in einem ersten Schritt Teile des Reality-Nachmittags ersetzt, ab Mitte August breitet sich die werktägliche Musikstrecke dann sogar bis zum Beginn der Primetime aus.

von Timo Niemeier
28.07.2018 - 00:45 Uhr

Anfang des kommenden Jahres wird Viacom seinen Musiksender Viva begraben, das gab der Konzern kürzlich bei den Screenforce Days bekannt. Unter diesen Vorzeichen müssen die Änderungen gesehen werden, die Viacom nun für MTV angekündigt hat. So wird man beim Sender, der seit Ende 2017 wieder im Free-TV sendet, künftig mehr Musik zeigen. Die Reality-Formate beginnen demnächst erst zur Primetime.

Die Änderungen erfolgen dabei schrittweise: Bereits ab der kommenden Woche muss das Format "Catfish: The TV Show" seine beiden Nachmittags-Slots um 14:50 und 15:45 Uhr räumen. Stattdessen setzt der Sender ab dem 30. Juli im Anschluss an "MTV Most Wanted" auf die Sendung "MTV Crush", versprochen wird hier "Musik für alle glücklich oder unglücklich Verliebten". "Teen Mom 2" bleibt um 16:35 Uhr aber vorerst weiter im Programm.

Auf Dauer müssen sich die MTV-Zuschauer aber von diesem Reality-Format verabschieden. Wie aus den Programmdaten nämlich hervorgeht, gibt es ab 20. August eine nächste große Änderung, die sämtliche Realitys bis 20:15 Uhr verbannt. Um 15 Uhr läuft dann "MTV Pop", danach sind "M is for Music" und "MTV Classics" zu sehen. Zwischen 19:20 und 20:15 Uhr wird "MTV Most Wanted" ausgestrahlt.

MTV setzt damit künftig auf deutlich mehr reine Musikvideos als bislang, in der Primetime bleiben die Realitys aber weiterhin eine feste Größe. "Wir haben einen Genre-Mix, weil wir der Meinung sind, dass eine TV-Marke heute eine breitere Zielgruppe ansprechen muss", sagte Mark Specht, SVP und General Manager von Viacom in Deutschland, zuletzt im DWDL.de-Interview über das MTV-Programm. Der Fokus des Senders liege auf der Musik, so Specht damals. "Aber wichtig ist, dass unsere Reality-Formate, die ja oft auch in irgendeiner Form mit Musik zu tun haben, ebenso funktionieren."

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