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RBB weist Behauptungen der Brandenburger AfD zurück

 

Der RBB hat darauf hingewiesen, dass man eine falsche Zuordnung von Bildern bei der Berichterstattung über die Ereignisse in Chemnitz transparent berichtigt hat. Die AfD hatte zuvor erklärt, der Sender habe die falschen Bilder unkommentiert gelassen.

von Alexander Krei
07.09.2018 - 15:21 Uhr

Ein Bericht in der RBB-Sendung "Brandenburg aktuell" über eine mögliche Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz hat zu einem Wortgefecht zwischen dem Sender und der Partei geführt. In dem am Montag ausgestrahlten Beitrag ging es auch um die Demonstration vom vergangenen Samstag in Chemnitz, die dazu gezeigten Bilder waren jedoch einige Tage zuvor bei den Ausschreitungen entstanden. In einer Mitteilung erklärte die AfD Brandenburg am Freitag, der RBB habe die falschen Bilder unkommentiert gelassen. Das entspricht allerdings nicht der Wahrheit.

Bereits einen Tag hatte sich RBB-Moderatorin Tatjana Jury in "Brandenburg aktuell" entschuldigt (im Video auf RBB24.de ab Minute 18:40 zu sehen). "Uns ist ein Fehler unterlaufen und das müssen jetzt klarstellen", sagte sie. "Wir haben dabei irrtümlich Bilder gezeigt, die bereits einige Tage alt waren und Ausschreitungen in Chemnitz zeigen. In unserem Beitrag konnte also der Eindruck entstehen, dass diese Bilder auf der AfD-Kundgebung am Samstag  entstanden sind. Das ist nicht der Fall. Es tut uns leid, dass uns dieser Fehler unterlaufen ist."

Der RBB sprach am Freitag davon, dass der Fehler vom Sender "transparent berichtigt worden" sei. "Anders als von der AfD Brandenburg behauptet, haben wir natürlich auf unseren Fehler hingewiesen und uns entschuldigt", sagte RBB-Sprecher Justus Demmer. Zugleich wies er die von der Brandenburger AfD verbreitete Behauptung zurück, wonach der RBB in seiner Berichterstattung tagtäglich weglasse, verfremde, verzerre oder verneble, wie es in der Mitteilung der Partei heißt.

Demmer: "Der RBB orientiert sich in seiner Arbeit nicht an den Wünschen von Parteien, sondern an den journalistischen und inhaltlichen Maßstäben, die im RBB-Staatsvertrag festgelegt sind. Das gefällt offenbar nicht jedem, wir setzen unsere redaktionelle Arbeit trotzdem gewissenhaft und sachlich fort."

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