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Verleihung am Freitagabend in Berlin

Die Gewinner-Riege des Deutschen Schauspielpreises 2018

 

Doppelte Ehrung für die Hauptdarsteller der ZDF-Serie "Bad Bank": Sowohl Paula Beer als auch Barry Atsma sind mit dem Deutschen Schauspielpreis 2018 ausgezeichnet wurden. Auch das Team von "Gladbeck" kann sich freuen. Wer sonst noch gewonnen hat in Berlin...

von Thomas Lückerath
14.09.2018 - 22:48 Uhr

Freitagabend, 19.45 Uhr: Im Berliner Zoo Palast beginnt der zum siebten Mal veranstaltete Deutsche Schauspielpreis. Er wird vergeben von Schauspieler/innen an Schauspieler/innen, also ein Preis mit dem genauen Blick für das Handwerk. Abstimmen dürfen die Mitglieder des Bundesverbands Schauspiel, der den Preis 2012 ins Leben gerufen hat. Vergeben wird er an je eine Schauspielerin und einen Schauspieler in Hauptrolle, Nebenrolle und komödiantischer Rolle. Zudem gibt's einen Nachwuchspreis und eine Auszeichnung für einen "starken Auftritt" sowie einige Sonderpreise.



Gleich zum Auftakt eine Überraschung: Aufgrund von Stimmengleichheit gibt es in der Kategorie "Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle" gleich zwei Preisträgerinnen: Rosalie Thomass für "Eine unerhörte Frau" und Paula Beer für ihre Rolle in der ZDF-Serie "Bad Banks". Für seine Hauptrolle in dieser Produktion erhielt später auch Barry Atsma eine Auszeichnung. Für ihre Nebenrollen wurden Leonie Benesch ("Babylon Berlin") und Albrecht Schuch ("Gladbeck") geehrt. Der ARD-Zweiteiler erhielt auch den Preis in der Kategorie Ensemble, gecastet von Simone Bär, Beatrice Kruger und Patrick Dreikauss.

Für ihre komödiantischen Rollen wurden Lina Beckmann ("Fühlen sie sich manchmal ausgebrannt und leer?" sowie Jörg Schüttauf ("Vorwärts immer!) mit einem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet, der Nachwuchspreis ging in diesem Jahr an Jonathan Berlin für seine Rolle im ARD-Film "Die Freibadclique".  In der Kategorie "Starker Auftritt" war das Feld breit. Die Abstimmung unter den Mitgliedern des BUndesverbands Schauspiel gewann die 90-jährige Eva Ingeborg Scholz für ihre Rolle in "Tatort: Die Liebe, ein seltsames Spiel."

Für sein andauerndes Engagement für den eigenen Berufsstand wurde Michael Brandner beim Deutschen Schauspielpreis mit dem Sonderpreis "Weiter Horizont" geehrt. Zwei weitere Ehrenpreise gingen einmal an Peter Simonischek, der zuletzt für seine Rolle des "Toni Erdmann" höchste Anerkennung erhalten hat und nun für sein Lebenswerk geehrt wurde. Und der "Ehrenpreis Inspiration" ging an Prof. Carl Bergengruen, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Filmförderung MFG. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten geehrt, die "durch ihre Leistung in besonderer Weise die Schauspielkunst ermöglicht und gefördert" haben.

Und schließlich vergaben die ver.di FilmUnion und der BFFS gemeinsam den Sonderpreis Starker Einsatz an Regisseurin Barbara Rohm, die sich im Vorstand des vormals als Pro Quote Regie und heute als Pro Quote Film bekannten Frauennetzwerkes für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Filmbranche einsetzt. Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Kamerafrau Birgit Gudjonsdottir, die sich bemüht, anderen Frauen in ihrem Beruf bessere Chancen zu ermöglichen und sich auch darüber hinaus für eine gerechtere Geschlechterverhältnisse in der Filmbranche einsetzen.

Die Gewinner/innen und Nominierten in der Übersicht

  • Schauspielerin in einer Hauptrolle
    • Rosalie Thomass – Eine unerhörte Frau
    • Verena Altenberger – Die beste aller Welten
    • Paula Beer – Bad Banks
  • Schauspieler in einer Hauptrolle
    • Sascha Alexander Geršak – Gladbeck
    • Barry Atsma – Bad Banks
    • Peter Kurth – Babylon Berlin
  • Schauspielerin in einer Nebenrolle
    • Marie Rosa Tietjen – Gladbeck
    • Leonie Benesch – Babylon Berlin
    • Ulrike Krumbiegel – Polizeiruf 110: Muttertag
  • Schauspieler in einer Nebenrolle
    • Albrecht Schuch – Gladbeck
    • Bernd Hölscher – Der Hauptmann
    • Robert Gwisdek – 3 Tage in Quiberon
  • Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle
    • Lina Beckmann – Fühlen sie sich manchmal ausgebrannt und leer?
    • Carol Schuler – Zweibettzimmer
    • Ilse Neubauer – Falsche Siebziger
  • Schauspieler in einer komödiantischen Rolle
    • Heinz Strunk – Jürgen – Heute wird gelebt
    • Charly Hübner – Jürgen – Heute wird gelebt
    • Jörg Schüttauf – Vorwärts immer!
  • Nachwuchs
    • Stephanie Amarell – Die Familie
    • Emma Bading – Lucky Loser – Ein Sommer in der Bredouille
    • Jonathan Berlin – Die Freibadclique
    • Jonas Dassler – Das schweigende Klassenzimmer
  • Starker Auftritt
    • Andrea Sawatzki – Casting
    • Eva Ingeborg Scholz – Tatort: Die Liebe, ein seltsames Spiel
    • Gerdy Zint – In den Gängen
    • Cem Ali Gültekin – Nord bei Nordwest – Waidmannsheil

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