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Popcorn und Mädchen © Egmont Ehapa Media
Egmont Ehapa schlägt zu

Medweth verkauft Jugend-Titel "Popcorn" und "Mädchen"

 

Die Media Group Medweth zieht sich aus dem Bereich der Jugendmagazine zurück und verkauft die Titel "Popcorn" und "Mädchen" an Egmont Ehapa. Dort erscheinen bereits heute einige Kinder-Magazine wie "Micky Maus" oder "Wendy".

von Timo Niemeier
12.10.2018 - 11:43 Uhr

Bewegung auf dem Markt der Magazine: Die Media Group Medweth verkauft ihre beiden Titel "Popcorn" und "Mädchen" (inklusive "Mädchen M") und zieht sich damit aus dem Bereich der Jugendmagazine zurück. Verleger Christian Medweth begründet den Verkauft damit, dass man sich künftig auf das Kerngeschäft, Special-Interest-Zeitschriften und digitale Vertriebswege, konzentrieren wolle. "Popcorn" und "Mädchen" gehören da offensichtlich nicht mehr dazu.

Käufer der beiden Titel ist Egmont Ehapa Media, wo bereits heute zahlreiche Kinder- und Jugendzeitschriften erscheinen, unter anderem "Micky Maus", "Wendy", "Benjamin Blümchen", "Barbie", "Galileo genial" oder etwa die Lustigen Taschenbücher. Über die Höhe des Kaufpreises haben die beiden Verlage Stillschweigen vereinbart. Die Kartellbehörden müssen dem Deal zudem noch zustimmen.

Klaus Thyge Hoeg-Hagensen, CEO von Egmont Ehapa Media, sagt: "Wir freuen uns, mit ‘Mädchen’ und ‘Popcorn’ zwei starke und traditionelle Jugendmarken in unser Magazinportfolio zu integrieren. Die nachhaltig erfolgreichen Magazine sind eine perfekte Ergänzung zu unserem Magazinprogramm und fügen sich bestens in unsere bestehenden Strukturen ein. Mit der Investition wollen wir unsere starke Position im Kinder- und Jugendmarkt behaupten und neue Zielgruppen ansprechen".

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die beiden Zeitschriften in den vergangenen Jahren massiv Leser verloren haben. Von "Popcorn" wurden im zweiten Quartal dieses Jahres laut IVW rund 55.000 Exemplare verkauft. Vor fünf Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele, 2008 lag die Anzahl der verkauften Hefte sogar noch bei mehr als 200.000. Bei "Mädchen" war der Absturz nicht ganz so schlimm, doch auch hier sind die 68.562 verkaufte Exemplare im zweiten Quartal 2018 deutlich weniger als die 110.515 Exemplare, die noch vor fünf Jahren über die Ladentheke gingen.

Christian Medweth sagt: "Wir sind glücklich, mit Egmont Ehapa Media einen Käufer gefunden zu haben, der sowohl das Potential des Jugendmarkts erkennt, als auch die dafür notwendige Verantwortung nachhaltig übernimmt. Wir sind absolut davon überzeugt, dass Egmont Ehapa Media kompetent die Weiterentwicklung dieses Jugend-Kulturguts vorantreibt und langfristige eine Perspektive bietet."

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