Zuhause im Glück © RTL II
Das Aus nach mehr als 13 Jahren

Produktion eingestellt: RTL II beendet "Zuhause im Glück"

 

Eines der langlebigsten RTL II-Formate wird schon in wenigen Wochen Abschied nehmen: Nach Informationen des Medienmagazins DWDL.de trennt sich der Sender von seiner Makeover-Show "Zuhause im Glück". Für das Aus des Klassikers gibt es zwei Gründe.

von Thomas Lückerath
14.01.2019 - 12:23 Uhr

Mit 16 Staffeln und mehr als 230 Episoden ist „Zuhause im Glück: Unser Einzug in ein neues Leben“ eines der dienstältesten Primetime-Formate von RTL II. Doch schon kurz vor Weihnachten erreichte die Kölner Produktionsfirma UFA Show & Factual die Hiobsbotschaft aus Grünwald: Man werde das Makeover-Format nicht weiterführen. Die im vergangenen Jahr produzierten und derzeit laufenden Folgen der Sendung sind bereits die letzten. Ganz überraschend kam das Aus allerdings nicht, aus zwei Gründen. Zum Einen hatte der einstige Quotengarant zuletzt schon länger deutlich an Reichweite eingebüst. Dazu kamen im vergangenen Jahr dann auch noch Probleme mit dem Finanzamt: Mehrere Familien, denen die RTL II-Sendung geholfen hatte, erhielten Post vom Fiskus. Die im Rahmen der Sendung vollzogenen Renovierungen seien als geldwerter Vorteil zu versteuern.

Andere Makeover-Formate im deutschen Fernsehen hatten genau wegen dieser Auslegung der Finanzämter schon vor vielen Jahren die Segel gestrichen. Bei RTL II und UFA Show & Factual hoffte man, dass die Finanzämter noch einmal ihr Handeln überdenken und ihren Ermessensspielraum nutzen, "um den Hilfsgedanken, der 'Zuhause im Glück' innewohnt, zu unterstützen". Für künftige Produktionen wolle man die Teilnehmer besser aufklären und ihnen einen Steuerberater zur Seite stellen. Doch die Komplikationen und zusätzlichen Kosten haben die Produktion nicht gerade attraktiver gemacht. Auf Anfrage des Medienmagazins DWDL.de bestätigt RTL II das Aus der Sendung. "„Zuhause im Glück“ zählt mit seinen 13 Jahren zu den langlebigsten TV-Formaten in Deutschland. Aber jedes Format im Fernsehen hat einen natürlichen Produktlebenszyklus. Wir haben uns aus programmstrategischen Gründen gegen eine Fortsetzung entschieden und möchten uns auf die Entwicklung neuer Programmideen konzentrieren", teilt ein Sprecher des Senders mit.

Und Moderatorin Eva Brenner, die seit der ersten Folge des Formats an Bord war, erklärt gegenüber DWDL.de: "Natürlich stimmt mich das Ende von „Zuhause im Glück“ sehr traurig – unser Wanderzirkus ist für mich in all den Jahren zu einer zweiten Familie geworden. Wir haben so viel erlebt, durften dabei so vielen Menschen helfen und dafür bin ich von Herzen dankbar. Gleichzeitig ist ein Ende auch immer ein Neuanfang – ich bin gespannt was die Zukunft für meine lieben Kolleginnen & Kollegen und auch für mich bereithält. Das komplette „Zuhause im Glück“- Team und ich hatten das Privileg, bei einem der langlebigsten TV-Formate in Deutschland mitwirken zu dürfen. Wir waren fast 14 Jahre in ganz Deutschland auf unzähligen Baustellen unterwegs. Aber jede Reise geht einmal zu Ende. Das ist sehr schade, aber ich kann die Entscheidung des Senders nachvollziehen."

Über den Autor

Thomas Lückerath ist Gründer und Chefredakteur des Medienmagazins DWDL.de. Hatte schon viereckige Augen, bevor es Bingewatching gab. Liebt Serien, das Formatgeschäft und das internationale TV-Business. Ist mehr unterwegs als am Schreibtisch.

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