ZDF © ZDF/Peter Thompson
Rückwirkend zum 1. Januar

ZDF zahlt Doku- und Reportage-Filmern mehr Honorar

 

Das ZDF hat sich mit dem Bundesverband Regie e.V. und der Produzentenallianz auf neue Vergütungsregeln für Dokumentationen und Reportagen geeinigt. Die Regisseure sprechen von einem "wichtigen Schritt in Richtung angemessenere Vergütung".

von Timo Niemeier
07.02.2019 - 16:23 Uhr

Doku- und Reportage-Filmer können bei ZDF-Produktionen künftig mit mehr Honorar rechnen. Der Sender hat sich nun gemeinsam mit dem Bundesverband Regie e.V. und der Produzentenallianz auf neue Vergütungsregeln geeinigt. Die neue Vereinbarung erfolgt auf der Grundlage der bereits in den vergangenen Jahren angewendeten Vergütungsregel und gilt rückwirkend zum 1. Januar 2019. Die Mindestlaufzeit der Vereinbarung beträgt drei Jahre, ist grundsätzlich aber auf unbestimmte Zeit abgeschlossen worden.

Die gemeinsam geschlossene Vereinbarung betrifft alle Regisseure und Autoren, die ihren Lebensmittelpunkt in der EU haben. Festgelegt wurde das Basishonorar bei Werken mit einer Länger von 30 bis 45 Minuten. Eingeteilt wurden die ZDF-Produktionen in drei verschiedene Kategorien. Kategorie eins umfasst Produktionen mit einem geringen Budget bis maximal 150.000 Euro und einer Laufzeit von 30 Minuten, darunter fallen etwa "37 Grad" und "planet e.". Kategorie zwei geht bis 250.000 Euro und 45 Minuten, das betrifft etwa "ZDFzeit"-Dokus. In Kategorie drei finden sich alle Filme mit einem hohen Produktionsbudget und eine Länge von 45 Minuten, etwa "Terra X" oder Sonderdokus.

Das Basishonorar in Kategorie eins beträgt für Autoren und Regisseure jeweils 6.250 Euro, zusammengerechnet also 12.500. In Kategorie zwei sind es zusammen 18.000 Euro und bei den teuren Produktionen sind 23.500 Euro das Mindesthonorar für diese zwei Berufsgruppen. Hinzu kommt die Tatsache, dass zusätzliche Clips für soziale Medien nicht in den Gagen enthalten sind, sie müssen also extra vergütet werden.

Katarina Schickling, Sprecherin beim Bundesverband Regie e.V., sagt: "Mit der Fortschreibung der GVR Dok konnte der Bundesverband Regie zum zweiten Mal einen wichtigen Schritt in Richtung angemessenere Vergütung für Fernsehdokumentation schaffen, nach vielen Jahren des Stillstands. Wir hoffen, dass die deutliche Erhöhung der Mindestgagen Signalwirkung auch für andere Auftraggeber haben wird. Handlungsbedarf besteht in Zukunft vor allem bei der Vergütung der Mediathekennutzung."

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