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Comeback im Digitalen: Das kann das neue ZDFkultur

 

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Upcoming Places (Beschreibung laut ZDF)

Seit einigen Jahren hat sich weltweit ein Pool von jungen Kreativen abseits der großen Kulturmetropolen erfolgreich etabliert. Diese Orte sprühen vor Spontaneität und Kreativität. Die Reihe „Upcoming Places“ begibt sich auf eine Weltreise, um herauszufinden, wo die jungen Kreativen heute leben und wie sie arbeiten. Der Besuch führt in eine Szene, die Urlaubern zumeist verborgen bleibt. Nicht das MOMA in New York, der Louvre in Paris oder das British Museum in London stehen auf der „Kultur-Bucket-List“, sondern die spannende Kulturszene in Städten wie Phnom Penh, Mumbai, Havanna und Brisbane. Jedes Video entführt den Zuschauer in die urbane Kultur der Städte, die sich zu Zentren der jungen Kreativen entwickeln. Die erste Reise führt nach Tel Aviv.

Meet, Surf, Eat

Die beiden Freunde Cozy und Jo haben ihre Medienjobs als Kameramann und Art Director satt. Sie steigen aus, kratzen all ihr Erspartes zusammen und fliegen ans andere Ende der Welt, um fortan nur noch das zu tun, was sie am meisten lieben: reisen, surfen und kochen. Für ZDFkultur machen sich die beiden auf, um Marokko zu erkunden und seine Bewohner kennenzulernen – am Meer, im Gebirge, in der Wüste. Das gemeinsame Kochen und das Essen dienen als Türöffner, um mit Einheimischen sowie ihrer Kultur und Subkultur in Verbindung zutreten. Cozy und Jo treffen auf Marokkos beste Surferin, erleben das alltägliche Leben eines örtlichen Fischers und verbringen einen Tag und eine Nacht in der Sahara mit Beduinen. So facettenreich Marokkos Landschaft ist, so unterschiedlich ist die Lebensweiseder Menschen. „Meet, Surf, Eat“ ist ein kulinarischer Roadtrip in Webvideos durch die vielfältige Gesellschaft Marokkos.

Design und Strafe

In dem Webformat „Design und Strafe“ trifft der Designtheoretiker Florian Arnold auf die abscheulichsten Designobjekte der vergangenen Jahrzehnte. Ob Sitzmöbel, Zimmerbrunnen, Saftpresse oder Auto, in seiner unverwechselbaren Art nimmt er die Gegenstände zunächst verbal auseinander. Was ist falsch daran, warum handelt es sich um schlechtes Design? Philosophisch, witzig, bösartig und vernichtend – der beste Design-Diss, den das Netz gesehen hat. Schnell wird klar: Da gibt es nichts mehr zu retten! Und schlechtes Design muss bestraft werden. Ein japanischer Butler bringt Utensilien der Vernichtung und macht sich sofort daran, das schändliche Objekt aus der Welt zu schaffen. Auf jeweils neue und kreative Weise werden die Gegenstände genüsslich zerstört. Explosionen. Splitter. Scherben. Rauch. Ende.

Art Work

Kunst kann alles sein – und jeder kann ein Künstler sein. Das ist das Credo der Moderne und Idee des Webvideoformats „Art Work“. Was entsteht, wenn zwei schöpferische Menschen aufeinandertreffen? „ArtWork“ zeigt, welches Potenzial in der Begegnung von Künstlern und Kreativen steckt. ZDFkultur bringt dabei bekannte Größen des Kulturbetriebs wie DJ Marcel Dettmann und Galerist Johann König mit bildenden Künstlern wie Thomas Zipp, Fotografin Birgit Brenner und Malerin Jorinde Voigt zusammen. Die kreativen Teams lernen sich kennen und entwickeln gemeinsam ein Kunstwerk. Maßgeblich ist nur die Technik des prominenten Künstlers, der sich von seinem kunstaffinen Partner inspirieren lässt. Das Ergebnis der Begegnungen sind Gemälde, Skulpturen, Installationen, aber auch Performances oder Ausstellungen. In der ersten Folge trifft Mille Petrozza, Musiker und langjähriger Frontmann der Metal-Band Kreator, auf Andrej Golder, einen Maler mit russischen Wurzeln.

Oper für Ungeduldige

Sie finden klassische Opernführer eher verwirrend als informativ? Die Masse des singenden und handelnden Personals ist Ihnen zu gewaltig, die Handlung erscheint abstrus? Dann sind Sie ein Fall für Moritz Eggert! In der Webvideoreihe „Oper für Ungeduldige“ erzählt der umtriebige Komponist, Blogger und Professor für Kompositionslehre eine ganze Operin weniger als zwei Minuten. Mit überbordendem Esprit, einem ausgeprägten Sinn für das Absurde und in einem irrwitzigen Sprechtempo führt Eggert durch die Irrungen und Wirrungen von „Zauberflöte“, „Götterdämmerung“ und Co. Und sollte Ihnen am Ende immer noch nicht klar sein, in welcher Beziehung etwa Siegmund und Sieglinde in der „Walküre“ stehen, dann wissen Sie zumindest eines: Diese Oper muss ich sehen!

Mission K

Nirgends gibt es so viel Oper, Ballett und klassische Konzerte wie in Deutschland. Aber wer sind die Menschen in den Orchestergräben und auf den Bühnenbrettern? Welche Geschichten schreibt ihre Liebe zur Kunst, wie sieht ihr Alltag aus, was treibt sie an? In der Web-Reportage „Mission K“ spürt YouTuberin Lisa Ruhfus, selbst studierte Opernsängerin, diesen Geschichten nach und begleitet Kulturschaffende bei ihren täglichen Herausforderungen, bei Erfolgen und Niederlagen. In der Pilotfolge trifft Lisa auf den Bratschisten Raphael. Er hat schon unzählige Male vorgespielt und hofft auf eine feste Stelle. Gemeinsam fahren sie nach Leipzig zum nächsten Probespiel. Es erwartet sie viel Konkurrenz im Gewandhaus, die Spannung steigt. Lisa darf die Vorspielräume nicht betreten, hat aber trotzdem einen Weg gefunden, hinter die Kulissen der Vorspielsituation zu schauen. Wird Raphael es schaffen?

MonoDrama

„MonoDrama“ ist die Einstiegsdroge für Theater-Quereinsteiger und zeigt die Klassiker der Theaterliteratur in fünf Minuten, gespielt von nur einer Person. Das Stück wird radikal gekürzt, nicht mit dem Ziel, die Handlung nachzuerzählen, sondern um zentrale Aussagen herauszuarbeiten, die bis heute bedeutsam sind. In „MonoDrama“ wird Brechts Arturo Ui zum rechten Internet-Troll und Antigone zum radikalisierten Teenager, Romeo und Julia werden zu selbstverliebten Social-Media-Sternchen. Jeder Clip nimmt Bezug auf ein heute vertrautes Genre wie Thriller, Western oder Bollywood. „MonoDrama“ ist nah dran an der Ästhetik der digitalen Welt von YouTube und Instagram und bietet Theatergenuss ohne Hürden und Hemmschwellen: das digitale Theater von morgen.

Nearer

Eigentlich geht es doch immer um Nähe. Und wie gerne wäre man gerade seinen musikalischen Helden nahe. Das neue Musikformat von ZDFkultur machtes möglich: Bei „Nearer“ singt ein Künstler für sich allein. Ohne Tänzer oder Background-Sänger. Ohne„Bling-Bling“. Die intime Performance konzentriert sich auf das Wesentliche und lässt eine besondere Nähe zwischen Künstler und Kamera entstehen. Sound, Bewegung und Licht präsentieren die Musiker ungewohnt dicht. Alle „Nearer“-Videos haben einen hochwertigen Look und unterscheiden sich in Schnitt und Gestaltung vom Musikvideo-Mainstream. Sie sollen so auf einzigartige Weise neben der Persönlichkeit des Musikers auch den Charakter jedes einzelnen Stückes widerspiegeln. Im Fokus stehen dabei keineswegs nur die Etablierten. „Nearer“ ist immer auf der Suche nach Neuentdeckungen und frischen Songs aus der internationalen Popmusik-Szene. So nah kommen Musikfans ihren Helden selten.

Tanzwelten

Körper, die sich zur Musik bewegen: ästhetisch, emotional und ausdrucksstark. Tanz fasziniert und fesselt das Auge. Doch Tanz ist viel mehr als nur ein visuelles Feuerwerk. Er ist eine der ältesten Ausdrucksformen des Menschen, und so erzählt jeder Stil auch Geschichten von der Kultur einer Region, von deren Menschen und ihren Leidenschaften. In vier Online-Episoden erzählt Annabelle Mandeng, Moderatorin und leidenschaftliche Tänzerin, von ihrer persönlichen Beziehung zum Tanzen und von ausgewählten Tanzstilen, für die sie an verschiedene Plätze der Welt gereist ist. Sie erzählt subjektiv, pointiert, nah und direkt in die Kamera. An privaten Orten, die ihren Alltag und ihre Persönlichkeit widerspiegeln, weitab von Tanzschulen, Festivals, Nachtclubs und Ballsälen. Tanzszenen der Drehreisen bebildern ihre persönlichen Statements zu Flamenco, Capoeira, Swing und Wiener Walzer.

Durchgespielt

Videospiele sind schon lange kein Nischenhobby mehr. Sie sind komplex, tiefgründig, emotional mitreißend, ästhetisch überwältigend und ziehen durch ihre Interaktivität in ihre Welt. In „Durchgespielt” begrüßt Moderator und Gaming-Professor Uke Bosse abwechselnd bekannte Gäste, die ihr absolutes Lieblingsspiel mitbringen und mit dem Moderator zocken. Der Gast bringt aber auch ein Thema mit, das er besonders mit dem Spiel verbindet. So spielen Uke und Stand-up-Comedian Hany Siam in der Pilotfolge „Final Fantasy VII” und sprechen über Widerstand, Kampf für Gerechtigkeit und Comedy als Waffe. Für die zweite Folge ist Smudo mit iRacing angekündigt. „Durchgespielt” zeigt durch die Kombination aus Talk und „Let’s Play”, wie Videospiele das Leben prägen.

Stories of Games

Videospiele festigen ihren Status als Kunstform immer mehr. „Stories of Games“ geht bewusst über Kaufempfehlungen oder Verbraucherbewertungen von Videospielen hinaus. „Stories of Games“ beleuchtet Videospiele in all ihren Facetten auf ihre kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung hin. In jeder Folge zeigt Host Ilyass Alaoui von Rocket Beans TV, was Videospiele kulturell leisten können. Zusammen mit Interviewpartnern wie dem Journalisten Dominik Schott spürt er Geschichten auf, die in dieser bunten und schnelllebigen Industrie leicht übersehen werden können. Das ist für Hardcore-Gamer wie für Einsteiger gleichermaßen spannend. Die erste Folge widmet sich dem Thema Interaktivität in den Spielen „No Man’s Sky“, „Beyond Skyrim“ und „Dreams“. Wie stark dürfen und wollen Spieler wirklich in ein Spiel eingreifen?

... für Anfänger

Sie lieben Sprache, denken aber, „Lauch“ sei Gemüse und „Food Porn“ etwas Anstößiges? Sie glauben, „EDM“ und „ASMR“ seien schlimme Krankheiten? Oder ein „Dab“ ganz sicher ein Depp? Dann sind Sie bei „… für Anfänger“ richtig. „Dr.“ Nina Sonnenberg ist die mit Abstand witzigste Nachhilfelehrerin für alle modernen Sprachphänomene. Ihr rasantes Webformat erklärt unterhaltsam-ironisch aktuelle Phänomene der Pop- und Netzkultur. Und sie ist dabei so kenntnisreich, dass auch Kenner auf ihre Kosten kommen. Die begeisterte Lehrerin im 80er-Jahre-Retro-Chic klärt auf über das, was vermeintlich der neueste Schrei ist, denn: Es gibt nichts, was es nicht immer schon gab. Und so zieht sie wunderbare Parallelen zur „Prähistorie“ des Internetzeitalters, etwa vom Stillleben des Barock zu Food-Porn-Fotos von heute. Denn auch wenn die Jungen ständig neue Worte erfinden – sobald alle Altersklassen mit Spaß denselben Clip schauen, ist der „Gap der Generationen“ nicht mehr groß.

Lass uns reden!

Wir schreiben das Jahr 2019: Die AfD sitzt im Bundestag, an der „Ehe für alle“ scheiden sich die Geister, und auch die Kopftuchdebatte erregt zuverlässig die Gemüter. Gefühlt gibt es immer mehr Konfliktherde in unserem Land – und immer extremere und festgefahrenere Standpunkte. Konstruktive Lösungen und Gesprächsbereitschaft: Fehlanzeige. „Lass uns reden!“ will das ändern. Jo Schück nimmt den Titel des Webformats wörtlich und bringt Menschen mit konträren Meinungen an einen Tisch. Er ist Streitschlichter und Aufklärer zugleich, er hält sich auf neutralem Grund zwischen den konträren Positionen. Die redegewandten Protagonistinnen und Protagonisten sind bekannte Gesichter und polarisieren die Öffentlichkeit. Die aktuellen Streitthemen werden in zehn Minuten auf den Punkt gebracht. Visuelle und textliche Begleitelemente ergänzen den Talk und laden zur Fortsetzung der Diskussion im Netz ein.

Leading Women

Es gibt sie, jenseits der Statistiken: Frauen an der Spitze von Abteilungen, Unternehmen oder gar Konzernen. Die Protagonistinnen von „Leading Women“ dirigieren das Philharmonische Orchester in Tokyo, leiten eines der wichtigsten Architekturbüros der Gegenwart in New York, oder das Zentrum für Kinderonkologie im größten Klinikum Europas. Sie haben in Barcelona ein Restaurantimperium gegründet oder in Singapur eine Firma für Künstliche Intelligenz. Die zehnteilige Webvideo-Reihe „Leading Women“ lässt Frauen aus der ganzen Welt zu Wort kommen. Sie berichten, wie es ist, diese Positionen nicht nur auszufüllen, sondern zu leben. Sie reden über familiäre Startbedingungen, Wendepunkte im Leben, unternehmerische Ziele und ihre Führungsphilosophie. Die menschlichen, existentiellen und kulturellen Komponenten stehen im Mittelpunkt der Reihe. Frauen führen und gestalten die Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft ihres Landes mit.

FilmFrauen. Die Interviews

„FilmFrauen. Die Interviews“ ist eine neue Webserie mit Frauen aus der Filmwelt, mit Stars und Macherinnen. Das neue Webformat unterhält, inspiriert und erzählt die weibliche Perspektive. Die Protagonistinnen erzählen von ihrem Weg in die Filmwelt und von ihren Erfahrungen beim Filmemachen. Es geht um erfolgreiche Deals, absurde Sexszenen, die Kunst des Schauspielens, Tränender Wut, den Alltag am Set, um Frust und Magie einer Filmproduktion. Und um ein Business, das gerade beginnt, sich mit einer Frauenquote auseinanderzusetzen. Und die Szene bewegt sich: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen und private Produzenten sprechen jetzt öffentlich Genderthemen an. In der ersten Staffel der Interviewreihe sprechen Katja Riemann, Marie Bäumer, Maria Schrader, Nora Tschirner, Emily Atef, Anika Decker, Anna Brüggemann und Anne Zohra Berrached über ihre Erfahrungen im Filmbusiness. Die Schauspielerinnen und Regisseurinnen reden über ihre Filme, über gute und schlechte Erlebnisse als Frau am Set und darüber, welche Veränderungen sie in den letzten Jahren wahrgenommen haben. Die intime Interviewsituation mit einer dichten Kameraführung schafft exklusive Einblicke hinter die Kulissen: „FilmFrauen. Die Interviews“ sind ungekünstelt, persönlich und überraschend offen.

Über den Autor

Timo Niemeier schreibt mit kleiner Unterbrechung seit 2014 für DWDL.de, er lebt in Wien und ist damit der Alpen-Beauftragte. Mag seichte Unterhaltung ebenso wie anspruchsvolle High-End-Serien, kann sich aber auch in Geschäftsberichten verlieren.

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