Im Dezember legte die Mediengruppe RTL Deutschland plötzlich Eile an den Tag: Früher als erwartet ging dort zunächst der runderneuerte Streaming-Dienst TV Now an den Start, kurz vor Weihnachten folgte dann auch noch das neue RTL.de. Statt sich aufs eigene Programm zu konzentrieren, fungiert die Website nun wieder als "General-Interest-Portal" punkten. Offenbar wollte man keinesfalls den für gewöhnlich starken Jahresstart verpassen, wenn RTL mit dem Dschungelcamp oder auch dem "Bachelor" reihenweise selbst Futter für die Boulevard-Seiten des Landes produziert. Einen Teil dieses Traffics möchte man künftig selbst abfangen.



In dieser Eile wurde aber offenbar vergessen, die neue Website ausführlich zu testen. Insbesondere das responsive Design, das sich an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpasst, bereitet offenbar große Probleme. Abgeschnittene Überschriften, unglücklich gekürzte Teaser, nichtssagende Bildausschnitte waren an der Tagesordnung, von manch inhaltlicher Fragwürdigkeit mal ganz abgesehen. Stefan Niggemeier hat sich für "Übermedien" die Seite Anfang Februar vorgenommen und zahlreiche dieser Darstellungsfehler zusammengetragen. Da waren wohlgemerkt bereits sechs Wochen seit dem Relaunch vergangen, viel Zeit also, um kleinere Kinderkrankheiten auszumerzen.

Inzwischen wurden einige dieser Probleme beseitigt, doch komplett rund läuft die Seite auch zwei Monate später nicht. Das fällt beim Aufruf von rtl.de schon auf den ersten Blick auf - denn auch dreieinhalb Monate nach dem Start hat RTL die Header-Optik nicht im Griff, wenn man es wagt, mit einer anderen als der von RTL erhofften Größe des Browserfensters die Seite zu öffnen.

Header RTL.de

Send verp? TVN!Immerhin nimmt man bei der Mediengruppe RTL die noch immer unbefriedigende Situation mit Humor. Über der Parkhaus-Einfahrt in Köln-Deutz prangt jedenfalls derzeit folgendes Banner: