Werbung im Fernsehen © Pixabay/DWDL
Frühjahrsprognose veröffentlicht

Auch VAUNET prognostiziert stagnierenden TV-Werbemarkt

 

Der Verband Privater Medien (VAUNET) hat seine Frühjahrsprognose veröffentlicht. Demnach stagniert der TV-Werbemarkt in 2019, insgesamt soll es für die audiovisuellen Medien aber nach oben gehen. Erneut schielt man auf die Marke von sechs Milliarden Euro Umsatz.

von Timo Niemeier
21.05.2019 - 19:00 Uhr

Die Geschäftszahlen von ProSiebenSat.1 und der Mediengruppe RTL für das erste Quartal 2019 haben gezeigt, dass der TV-Werbemarkt schwächelt. Beide Unternehmen mussten mit sinkenden Werbeerlösen im klassischen Sendergeschäft leben. Auch aktuelle Nielsen-Zahlen bestätigen diesen Trend. Nun hat der VAUNET seine Frühjahrsprognose für das laufende Jahr veröffentlicht - und ist dabei etwas optimistischer, als die Zahlen das derzeit hergeben. Laut dem Verband werden die Netto-Werbeumsätze des Fernsehens in diesem Jahr bei rund 4,54 Milliarden Euro und damit auf Vorjahresniveau liegen.

Wie realistisch das ist, wird sich wohl erst im Verlauf des Jahres zeigen. ProSiebenSat.1 weist regelmäßig darauf hin, dass Prognosen zur Entwicklung des TV-Werbemarktes nur schwer zu treffen sind. Insgesamt erwartet der VAUNET aber ein deutliches Wachstum der Werbeumsätze der audiovisuellen Medien in Deutschland. So sollen im laufenden Jahr erstmals mehr als sechs Milliarden Euro erwirtschaftet werden. 6,13 Milliarden Euro sollen es über die verschiedenen Wege (TV, Instream-Videowerbung, Radio, Instream-Audiowerbung) werden. Das würde einem Anstieg von 2,6 Prozent entsprechen.

Es ist nun aber schon das dritte Mal in Folge, dass der VAUNET einen Umsatz der Branche in Höhe von mehr als sechs Milliarden Euro anpeilt - zumindest 2017 und 2018 lag man stets knapp darunter. Dennoch zeigt man sich jetzt optimistisch. Hans Demmel, Vorsitzender des VAUNET, sagt: "Wir sehen für die Werbung in audiovisuellen Medien insgesamt eine positive Entwicklung. Sie befinden sich allerdings zunehmend im Wettbewerb mit internationalen Plattformen, deshalb ist die Schaffung eines konvergenten Rechtsrahmens und fairer Wettbewerbsbedingungen für sie existenziell. Nur so kann die große volkswirtschaftliche Bedeutung der audiovisuellen Medien, von der viele weitere Branchen profitieren, auch zukünftig sichergestellt werden."

Frank Giersberg, Mitglied der VAUNET-Geschäftsleitung, ergänzt: "Werbekunden investieren mehr denn je in Audio- und audiovisuelle Werbung. Sie orientieren sich dabei an der steigenden Nutzung und hohen Werbewirkung. So gewinnen Radio- und TV-Werbung weiter Marktanteile und Instream-Audio- und Videowerbung legen kräftig zu. Gerade im Streaming-Bereich stehen heimische Anbieter allerdings immer stärker im ungleichen Wettbewerb zu großen globalen Plattformen." Für die Audio- und audiovisuellen Medien erwartet der VAUNET im laufenden Jahr einen Werbemarktanteil von 40 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 37,8 Prozent. Alleine auf die klassische Fernsehwerbung entfallen in der Prognose 29 Prozent Marktanteil.

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