Sandra Maischberger © WDR/Markus Tedeskino
"Maischberger. Die Woche."

Maischberger experimentiert mit neuem Talk-Konzept

 

Der ARD-Talk "Maischberger" wartet in dieser und der kommenden Woche mit einem anderen Konzept auf. Unterschiedliche Gäste-Konstellationen und Beiträge von Zuschauern im Publikum sollen für mehr Abwechslung sorgen

von Uwe Mantel
11.06.2019 - 13:59 Uhr

Wer am morgigen Mittwochabend "Maischberger"  im Ersten einschaltet, der dürfte sich etwas wundern. Ohne lange vorherige Ankündigung gibt's dann nämlich nicht den üblichen Maischberger-Talk zu sehen, sondern ein "neu formatiertes Talk-Magazin", wie es seitens des Senders heißt. Generell soll die Sendung offenbar so mehr Abwechslung bieten: Es steht nicht mehr ein Thema im Mittelpunkt, stattdessen werden "mehrere zentrale Themen der Woche" aus Politik und Gesellschaft aufgegriffen.

Über diese wird Maischberger in unterschiedlichen Gästekonstellationen diskutieren lassen - im Einzelgespräch, im Duell, mit einer Kommentatoren-Runde oder auch mit den Zuschauern im Publikum, die sich mit Einschätzungen, Meinungen und Fragen in die Sendung einbringen sollen. In dieser Woche sind Peer Steinbrück, NRW-Innenminister Herbert Reul, die Neuköllner Sozialarbeiterin Söngül Çetinkaya, Micky Beisenherz, Gabor Steingart und Bettina Gaus zu Gast. Eine weitere Ausgabe mit diesem neuen Konzept ist dann kommende Woche geplant, ehe sich das Format in die Sommerpause verabschiedet. Im Herbst wird's dann aber wohl mit der herkömmlichen Talkrunde weiter gehen. Offiziell heißt es auf DWDL.de-Anfrage jedenfalls, dass die neue Form "nicht das bewährte Konzept von 'Maischberger' ablösen" solle.

Klar ist aber auch: Neuen Schwung könnte der Maischberger-Talk schon gebrauchen. In den ersten Monaten des Jahres lief "Maischberger" mit im Schnitt nur knapp über 1,1 Millionen Zuschauern und weniger als 8,5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum so schlecht wie noch nie und bildet generell das Schlusslicht der Polit-Talks. Ab Herbst zeigt Das Erste zudem auch noch dienstags im Wechsel Talk-Formate, die man bislang aus den Dritten kannte - damit droht also noch eine weitergehende Talk-Sättigung.

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