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Fortführung nur unter Bedingungen?

KKR und Springer: Verwirrung um "Welt"-Zukunft

 

KKR und Springer wollen zusammenarbeiten, so viel ist bekannt. Der "Welt"-Gruppe spricht der Finanzinvestor nun aber indirekt das Misstrauen aus, eine Bestandsgarantie gibt es nicht und fortgeführt soll die Gruppe nur unter bestimmten Bedingungen.

von Timo Niemeier
09.07.2019 - 19:43 Uhr

Die Angebotsunterlagen, mit der Finanzinvestor KKR Anteile an Axel Springer übernehmen will, sorgen für Verwirrung - vor allem wohl unter "Welt"-Mitarbeitern. Wie die "FAZ" nun nämlich unter Berufung auf diese Unterlagen berichtet, will der Finanzinvestor die "Welt"-Gruppe nur unter bestimmten Bedingungen fortführen. Konkret wird zwar festgehalten, dass die Gruppe fortgeführt wird. In einem weiteren Satz aber steht: "Dies steht unter der Voraussetzung einer angemessenen Steuerung der jährlichen Ergebnissituation."

Dieser etwas ungelenke Satz heißt wohl schlicht, dass die "Welt"-Gruppe nicht zu viel Verlust machen darf. Eine Bestandsgarantie gibt man der Gruppe jedenfalls nicht. Besonders auffällig laut der "FAZ": In den Angebotsunterlagen gibt es die beschriebene Einschränkung nur für die "Welt", zu der ja neben der Sonntags-Ausgabe auch der Nachrichtensender gehört, nicht aber für die "Bild"-Gruppe, die als deutlich lukrativer gilt. 

Bei der "FAZ" spekuliert man nun, KKR könne sich mit dem Passus eine Hintertür zum Ausstieg aus dem Deal gesichert haben. Axel Springer wollte sich gegenüber der Tageszeitung nicht äußern, das Unternehmen verwies auf eine Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat am kommenden Donnerstag.

KKR und Axel Springer hatten ihre Partnerschaft Mitte Juni angekündigt, der Finanzinvestor will mindestens 20 Prozent am Medienkonzern übernehmen und hat den Aktionären nun ein entsprechendes Angebot gemacht. Friede Springer und Mathias Döpfner bleiben auch weiterhin beteiligt, zusammen kommen sie auf etwas mehr als 45 Prozent. Unklar ist unterdessen nach wie vor, wie Axel Sven Springer (7,36 Prozent) und Ariane Springer (2,36 Prozent) mit ihren Anteilen umgehen werden. In jedem Fall geht auch in Zukunft nichts ohne Friede Springer: Die geschlossene Aktionärsvereinbarung sieht vor, dass auch künftig keine Entscheidung auf Gesellschafterebene ohne ihre Zustimmung getroffen werden kann. Damit sei Kontinuität in Bezug auf Governance und Unternehmensführung gewährleistet, so das Unternehmen im Juni.

Update (10. Juli): Inzwischen hat sich Axel Springer zu Wort gemeldet. In einer Stellungnahme des Unternehmens heißt es, dass die vertragliche Vereinbarung mit KKR ein "klares Bekenntnis" zur "Welt"-Gruppe beinhalte. "Damit bleibt die Welt ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsstrategie von Axel Springer". Über die Zusatzklausel zur jährlichen Ergebnissituation heißt es vom Konzern: "Aufgrund allgemeiner kaufmännischer Erwägungen gilt selbstverständlich, so wie bisher auch, der Vorbehalt einer angemessenen Ertragslage. [...] Alle Angebote von Springer sind langfristig an eine positive Ertragsentwicklung gekoppelt.​"

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