© UFA/Marcus Höhn
Kein deutscher Partner in Sicht

Nico Hofmanns geplante Hitler-Serie liegt weiter auf Eis

 

Die von der UFA unter Nico Hofmann geplante Serie über das Leben des jungen Adolf Hitler befindet sich weiter in der Schwebe. Auch nach mehr als zwei Jahren hat man keinen deutschen Partner gefunden, aufgeben will man das Projekt aber nicht.

von Timo Niemeier
20.07.2019 - 11:48 Uhr

Schon seit mehr als fünf Jahren arbeitet man bei der UFA an einer Serie über Adolf Hitler, genauer gesagt: Über das Leben des jungen Hitlers. Schon früh kam Kritik auf, die Macher könnten damit den Diktator glorifizieren. RTL, das sich zunächst dem Projekt annahm, legte die Serie Ende 2016 zu den Akten. Die Produktion wäre zu spitz für das Publikum gewesen, war damals aus Köln zu hören. Bei der UFA wollte man das Projekt allerdings nicht aufgeben und suchte weiterhin nach Partnern, um die Serie doch noch umzusetzen. 

Aber auch jetzt, mehr als zwei Jahre später, liegt die Serie auf Eis. Noch immer habe man keinen deutschen Partner für die Produktion finden können, bestätigte die UFA gegenüber DWDL.de. Bereits im Herbst 2017 erklärte UFA-Chef Nico Hofmann, mit seinem "Latein allmählich am Ende" zu sein. Ausländische Partner seien an dem Projekt zwar interessiert, man benötige aber "zwingend" auch einen deutschen Partner. 

Den findet man aber offenbar nicht, auch bei den Öffentlich-Rechtlichen soll Hofmann abgeblitzt sein. Dabei erklärte er schon 2017, bereits die Hälfte der Finanzierung beisammen zu haben. Ganz offensichtlich haben die deutschen Sender vor allem inhaltliche Bedenken, Geld wurde zuletzt schließlich viel investiert - vor allem ja auch in teure High-End-Serien. 

Ganz aufgeben will man das Projekt aber nach wie vor nicht. "Die Drehbücher von Nicki Stein und Hark Bohm sind historisch genau, von hoher Qualität und dramaturgischer Besonderheit und aktueller denn je. Auch wenn sich im Augenblick kein deutscher Partner findet, sind wir weiterhin fest davon überzeugt, dass die Serie unbedingt realisiert werden sollte", heißt es von der UFA auf Nachfrage. 

RTL hat derweil ein anderes Hitler-Projekt in der Pipeline. Auf den jüngsten Screenforce Days kündigte man an, sich unter dem Titel "Faking Hitler" mit der Geschichte rund um die gefälschten Tagebücher des Diktators auseinanderzusetzen. Unter gleichem Namen produzierte der "Stern", wo die Fälschungen einst erschienen waren, zuletzt bekanntlich auch eine Podcast-Reihe zum Thema. Und auch wenn Nico Hofmann seine eigentliche Hitler-Serie nicht umgesetzt bekommt: Bei "Faking Hitler" hat er ebenfalls seine Hände mit im Spiel, die UFA agiert als Produktionsfirma. Gemeinsam mit Tommy Wosch steht Hofmann hinter dem Projekt. 

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