Ein Stromausfall hat die deutschen Tennis-Fans und die Verantwortlichen bei Eurosport in der Nacht zu Samstag in Atem gehalten: Der deutsche Qualifikant Dominik Köpfer stand gerade bei den US Open in seinem Spiel gegen den an Nummer 17 gesetzten Georgier Nikolos Bassilaschwiliin der entscheidenden Phase des zweiten Satzes, als plötzlich das Live-Bild aus New York ausfiel. 

Kein einfach zu behebendes Problem, wie sich schnell herausstellte – auch nach einer kurzen Pause gelang es nicht, auf das Weltbild zuzugreifen. Von einem "kompletten Ausfall der Leitungen von allen Courts über das zentrale Sendezentrum" sprach Kommentator Markus Theil, der für die Zuschauer aber zumindest ebenso wie Moderator Matthias Stach und Experte Boris Becker zu hören war.

Doch das Eurosport-Team zeigte sich innerhalb kurzer Zeit erfinderisch: Eine eigene Kamera filmte im Stadion zunächst das Spiel aus einer Perspektive von der Seite, was sich noch nicht als Ideallösung herausstellte – wo der Ball aufkam, war für die Zuschauer kaum zu erkennen. Nach einigen Minuten jedoch die erlösende Idee: Der Kameramann schwenkte auf die große Leinwand im Stadion und konnte das Spiel auf diese Weise doch noch in die Wohnzimmer übertragen.

Ein wenig Glück war zudem noch dabei: Als die Batterie der Ersatzkamera beim 5:5 im Tiebreak nur noch zwei Minuten anzeigte, wurde es plötzlich knapp. Doch Köpfer setzte sich rechtzeitig mit 7:5 gegen seinen Kontrahenten durch, sodass während der anschließenden Werbepause die Batterie ausgetauscht werden konnte. Ein am Samstag auf Twitter veröffentliches Video zeigt die Erleichterung bei den Verantwortlichen.

Die spannende Wende im zweiten Satz, den Köpfer letztlich für sich entscheiden konnte, war bei Eurosport also letztlich trotz des fehlenden Livebilds der Weltregie zu sehen. Fast eine halbe Stunde lang musste der Sender bei seiner Übertragung improvisieren, ehe die regulären Bilder aus Flushing Meadows wieder gezeigt werden konnten. Das Spiel hat Dominik Köpfer übrigens nach vier Sätzen gewonnen und steht jetzt im Achtelfinale.

In einem Twitter-Video spricht Sportchef Gernot über den Eurosport-Kamermann Dan, der mit dem Team um Jonas Berg und Frederic Jouon die Übertragung rettete.