VOXup © MG RTL
Sendestart am 1. Dezember

Mediengruppe RTL startet neuen Free-TV-Sender VOXup

 

Überraschung aus Deutz: In gut zwei Monaten bekommt VOX einen Schwestersender. VOXup ist dabei eine neuartige Markenverlängerung, wie Stephan Schäfer, Geschäftsführer Inhalte & Marken der Mediengruppe, im Gespräch mit DWDL.de erklärt.

von Thomas Lückerath
25.09.2019 - 16:20 Uhr

Mit VOXup startet die Mediengruppe RTL Deutschland am 1. Dezember ein interessantes Projekt: Der neue Sender ist als Spin-Off von VOX konzipiert und soll die bekannten Programmgenres in der gleichen Tonalität bedienen. Ziel des neuen Senders: Einem VOX zugeneigten Publikum zu jeden Zeitpunkt neben dem Hauptprogramm ein komplementäres Angebot zu machen, erklärt Stephan Schäfer, Geschäftsführer Inhalte & Marken der Mediengruppe RTL Deutschland im Gespräch mit DWDL.de.



Oliver Schablitzki© RTL / Frank Hempel
VOXup setzt unter Führung von Senderchef Oliver Schablitzki (Foto), der bereits Nitro und RTLplus verantwortet, auf vier Programmbausteine: Einerseits soll der Sender vom Start weg exklusive Eigenproduktionen bieten, darüber hinaus aber auch ein weiteres "Schaufenster" für VOX-Formate wie "Shopping Queen" oder "Das perfekte Dinner" sein, die auf VOXup dann zu anderen Zeiten laufen werden. Auch aktuelle US-Serien, die sich zuletzt bei VOX immer schwerer taten, sollen bei VOXup eine Heimat finden.

Ergänzt werden sollen die drei aktuellen Säulen um Programme um Kultformate, die in der Vergangenheit mit VOX assoziiert wurden. Zum Start des Senders kommt beispielsweise die einst für VOX sehr erfolgreiche Anwaltsserie "Ally McBeal" ins Programm. Der Sender wird zunächst über den Astra-Satelliten verbreitet, darüber hinaus strebt die Mediengruppe RTL eine Verbreitung in Kabel- und IPTV-Netzen an. Aktuell befindet sich der Sender im Lizensierungsverfahren.

"Wie innovativ und begeisternd Fernsehen gerade auch für ein jüngeres Publikum sein kann, zeigt VOX wie kein anderer Sender in Deutschland nun schon seit Jahren. Diese Erfolgsgeschichte möchten wir mit VOXup nun erweitern. Wir sind überzeugt: Es ist die richtige Zeit für einen neuen Fernsehsender", sagt Stephan Schäfer. Es sei ein längst überfälliger Schritt. Alle großen Privatsender hätten schon Markenverlängerungen on air gebracht, nur VOX stand bislang für sich.

Schäfer Dang
Haben Lust auf einen neuen Sender: Matthias Dang, Stephan Schäfer. (Foto: MG RTL)

Mit dem Mix aus Eigenproduktionen, neuer US-Fiction, VOX-Übernahmen zu anderen Sendezeiten und einigen VOX-Klassikern soll der neue Sender einem VOX-affinen Publikum lieber selbst ein Alternativangebot machen, bevor es zu Sendern der Konkurrenz umschaltet. Auch vermarktungsseitig feiert die Mediengruppe RTL den neuen Sender als Innovation: Erstmals werden die Werbeinseln eines linearen Senders mit einem weiteren linearen Sender gekoppelt, somit laufen bei VOX und VOXup zeitgleich dieselben Werbespots.

"Mit dem Start von VOXup erreichen wir zwei Ziele zugleich: Wir stillen den großen Durst unserer Werbekunden nach hohen Nettoreichweiten und mehr Umfeldern auf dem VOX-typisch hohen Qualitätsniveau. Und wir unterstreichen unseren Anspruch, Innovationsführer auch in der Werbevermarktung zu sein. Die Ad Alliance bringt das Modell der konsequent gekoppelten Ausstrahlung von Werbeinseln jetzt in den deutschen Werbemarkt", sagt Schäfers Kollege Matthias Dang, Geschäftsführer Ad Alliance.

Wie genau das aussehen wird, bleibt dabei vorerst ebenso unklar wie das genaue Programm. Daran soll nun mit Hochdruck gearbeitet werden, ebenso wie an der finalen Optik des Senders, zu dem es vorläufig nur ein Artwork gibt. Für Stephan Schäfer ist VOXup nach eigener Aussage ein wichtiges Signal in den Markt - aber auch rein in die eigene Mediengruppe: Neben der Weiterentwicklung der eigenen VoD-Plattform TVNOW investiere man auch weiter mit Gestaltungswillen ins lineare Fernsehen.

Über den Autor

Thomas Lückerath ist Gründer und Chefredakteur des Medienmagazins DWDL.de. Hatte schon viereckige Augen, bevor es Bingewatching gab. Liebt Serien, das Formatgeschäft und das internationale TV-Business. Ist mehr unterwegs als am Schreibtisch.

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