Sportschau © ARD
Ab April 2020

ARD stellt Plan für die Zeit nach der "Lindenstraße" vor

 

Im März kommenden Jahres verabschiedet sich die "Lindenstraße" bekanntlich nach fast 35 Jahren vom Bildschirm. Nun steht fest, wie das ARD-Programm künftig am Sonntag aussehen wird. Die "Sportschau" läuft später und wird verlängert

von Uwe Mantel
27.11.2019 - 11:46 Uhr

Im vergangenen Herbst schlugen die Wogen innerhalb der ARD hoch, nachdem Überlegungen zur Neuordnung des Sonntag-Vorabendprogramms bekannt geworden waren. Nachdem die "Lindenstraße" sich im März vom Bildschirm verabschieden wird, ergibt sich hier schließlich die Möglichkeit zur Neuaufstellung. Eine Überlegung war eine spätere "Sportschau" und in diesem Zusammenhang eine Vorverlegung des "Weltspiegels". Nach von zahlreichen Mitarbeitern und anderen Prominenten unterschriebenen Protestbriefen an die ARD-Führung, stellte Volker Herres nach einigen Tagen klar, dass es mit ihm keine Vorverlegung geben werden.

Nun steht das neue Line-Up fest - und tatsächlich bleibt der "Weltspiegel" gänzlich unangetastet weiterhin um 19:20 Uhr im Programm. Trotzdem wird man der "Sportschau" einen späteren Sendeplatz geben. Statt wie bislang um 18 Uhr, geht sie künftig nämlich erst um 18:30 Uhr auf Sendung und erhält in diesem Zusammenhang somit dann auch 50 statt 30 Minuten Sendezeit. Diese verlängerte Sendezeit wolle man nutzen, um ausführlicher auch über Sportarten abseits des sonst dominierenden Männer-Fußballs zu berichten, auch für Hintergrundberichte solle Platz sein.

Der bislang um 18:30 Uhr angesiedelte "Bericht aus Berlin" wird in diesem Zusammenhang vorverlegt und beginnt künftig bereits um 18:05 Uhr nach einer kurzen "Tagesschau"-Ausgabe. Auch hier wird man die Sendezeit leicht von 20 auf 25 Minuten erhöhen, was mehr Möglichkeiten etwa für ein ausführliches Interview bieten solle. Ganz neu im Sonntagsprogramm findet sich ab April dann zudem um 17 Uhr eine weitere Ausgabe des Boulevard-Magazins "Brisant" wieder, das somit dann an sieben Tagen die Woche auf Sendung sein wird. Letzteres hatte Volker Herres schon im Herbst vergangenen Jahres in Aussicht gestellt.

Dass es nach dem Ende der "Lindenstraße" keine neue fiktionale Serie für den Sonntag geben wird, war ebenfalls schon früh klar. "Das hat auch finanzielle Gründe, denn die freiwerdenden Mittel sind bereits für andere notleidende Projekte vorgesehen", erläuterte Volker Herres im vergangenen Jahr im DWDL.de-Interview. Stattdessen wolle man auf "vertraute Formate" setzen - und tatsächlich wird die "Lindenstraßen"-Sendezeit ja nun für verlängerte Sendezeiten von "Sportschau" und "Bericht aus Berlin" verwendet.

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