Manuela Kasper-Claridge © DW/R. Oberhammer
Personal-Rochade beim Auslandssender

Kasper-Claridge löst Pohl als DW-Chefredakteurin ab

 

Nach drei Jahren als Chefredakteurin der Deutschen Welle (DW) gibt Ines Pohl diesen Posten im kommenden Jahr ab und geht für den Sender nach Washington. Neue Chefredakteurin der Deutschen Welle wird dann Manuela Kasper-Claridge.

von Timo Niemeier
02.12.2019 - 11:35 Uhr

Personelle Neuaufstellung bei der Deutschen Welle: Manuela Kasper-Claridge wird im Mai 2020 neue Chefredakteurin des Auslandssenders, das hat das Unternehmen jetzt in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Ines Pohl, die dann rund drei Jahre lang als Chefredakteurin der DW gearbeitet hat, bleibt dem Sender erhalten und geht nach Washington, um dort das DW-Studio zu leiten. Kasper-Claridge ist bereits seit Oktober 2017 Vize-Chefredakteurin und zudem Leiterin der Abteilung Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt. 


Die bisherige Studioleiterin in Washington, Alexandra von Nahmen, kommt zurück nach Europa und wird die Studioleitung der DW in Brüssel übernehmen. Dort löst sie Maximilian Hofmann ab, der als Nachfolger von Nachrichtenchef Richard Walker nach Berlin geht. Walker übernimmt im neuen Jahr die Position des Chief International Editor der DW. 

DW-Intendant würdigte Ines Pohl in einer Stellungnahme und sagte: "Mit ihrer großen journalistischen Kompetenz und ihrem leidenschaftlichen Einsatz für die Werte unseres Hauses hat Ines Pohl die Reputation der DW im In- und Ausland nachhaltig gestärkt. Als Chefredakteurin hat sie die fokussierte Ausrichtung auf exklusive journalistische Inhalte vorangetrieben und maßgebliche Impulse für die Digitalisierung gegeben. Für die Zukunftssicherung der DW hat Ines Pohl wichtige Prozesse angestoßen, von denen alle Redaktionen in ihrem Zusammenwirken profitieren werden." Kasper-Claridge stehe für "innovative Formate und exzellentes journalistisches Handwerk", so Limbourg weiter. Sie werde den digitalen Wandel im Sender vorantreiben und Schwerpunkte beim Übergang von der Linearität hin zu mehr On-Demand-Formaten setzen. 

Ines Pohl sagt zu ihrer neuen Rolle beim Sender: "Als Journalistin suche ich nach Möglichkeiten, immer wieder den Blickwinkel zu ändern. Nur so lassen sich die immer komplexeren Zusammenhänge, mit denen wir es zu tun haben, für unsere Nutzer besser erklären. Nach drei erfüllenden und intensiven Jahren als Chefredakteurin gehe ich jetzt für die DW als Studioleiterin nach Washington zurück. Eine spannendere Zeit hätten wir dafür kaum finden können."

Die designierte Chefredakteurin Manuela Kasper-Claridge erklärt: "Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Die Diversität der Journalisten der Deutschen Welle und das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen bieten ein kreatives Potential, um das uns andere Medienanbieter beneiden. Die kulturelle Vielfalt ist unsere programmliche Stärke. Und die werden wir mit herausragenden journalistischen Angeboten weiter ausspielen."

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