Geldscheine © Chobe / photocase.com
Zur besseren Förderung von High-End-Serien

Rot-Grün will Filmförderung HSH um zwei Millionen erhöhen

 

Das Budget der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein soll in diesem und nächsten Jahr um jeweils eine Million Euro erhöht werden, die rot-grüne Regierung in Hamburg wird das wohl bald beschließen. Mit dem Geld will man die Serienproduktion im High-End-Bereich ankurbeln.

von Timo Niemeier
10.12.2019 - 15:42 Uhr

Im aktuell oft beschworenen Serienboom spielen auch die Förderanstalten eine wichtige Rolle. Neben dem German Motion Picture Fund spielen auch die verschiedenen Länderförderungen nach wie vor eine wichtige Rolle und werden gut genutzt. Nun soll die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein um einmalig zwei Millionen Euro in den Jahren 2019 und 2020 aufgestockt werden. Das sieht ein gemeinsamer Antrag der rot-grünen Regierungsfraktionen vor.

Da Rot-Grün im Hamburger Senat eine Mehrheit hat, ist davon auszugehen, dass die Erhöhung bald auch beschlossen wird. Der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein stehen jährlich rund 12,8 Millionen Euro zur Verfügung. 8,1 Millionen Euro stammen aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg, 1,2 Millionen Euro kommen vom NDR und eine Million Euro schießt das ZDF hinzu. 2,5 Millionen Euro kommen zudem aus einem vom Gesetzgeber festgelegten Anteil der Rundfunkgebühren. Das zusätzliche Geld soll in die Entwicklung und Produktion von Serien aus dem High-End-Bereich gehen. Sowohl die Filmförderungsanstalt als auch die rot-grüne Regierung wollen damit weitere Produktionen in die Hansestadt locken. 

Dazu Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, sagt: "Hinter vielen Erfolgsserien stecken bereits Hamburger Talente: So stammt 'Bad Banks' von der Studio Hamburg Produktionsgruppe und der Hamburg Media School-Absolvent Özgür Yildirim führt bei '4 Blocks' Regie. Mit der kommenden Serienförderung holen wir Hamburg nun auch vor die Kamera. Künftig können Serien auf Kinoniveau direkt in unserer Region entwickelt und gedreht werden. Das ist ein starkes Signal für einen starken Filmstandort."

Hansjörg Schmidt, medienpolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, erklärt: "Deutsche High-End-Serien wie beispielsweise ‚Bad Banks‘ oder ‚Babylon Berlin‘ haben aktuell Hochkonjunktur und müssen sich vor internationalen Produktionen absolut nicht verstecken. Mit den zusätzlichen Mitteln in Höhe von zwei Millionen Euro bringen wir Hamburg weiter in die Vorhand und unterstützen die lokale Film- und Medienwirtschaft dabei, zusätzliche Strahlkraft zu entwickeln. Serien, die in Hamburg spielen, sorgen für einen enormen Werbeeffekt. Darüber hinaus kommen auf jeden Euro aus dem Budget der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein rund 2,90 Euro, die die geförderten Filmteams wieder in der Region ausgeben. Mit dem zusätzlichen Budget von zwei Millionen Euro kann sich dieser Effekt sogar auf fünf Euro verstärken."

René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion, sagt zur geplanten Erhöhung: "Insbesondere bei jüngeren Menschen haben sich die Sehgewohnheiten in den letzten Jahren massiv verändert. Neue, anspruchsvolle Serienformate stehen schon länger hoch im Kurs, sie haben unter anderem erst den Aufstieg der Streaming-Portale ermöglicht. Produktionen wie ‚Bad Banks‘ oder ‚Dogs of Berlin‘ sind nicht nur unterhaltsame Formate mit Anspruch, sondern auch wichtige Botschafter für den jeweiligen Filmstandort. Damit tragen sie deutlich zur Identifikation mit der eigenen Stadt bei. Wir wollen, dass Hamburg bei der Produktion von Serien ganz vorne mitspielt. Kreativität, Stoff und Kulisse sind bereits reichlich vorhanden. Das schafft Chancen für die vielen talentierten Filmschaffenden in unserer Stadt und bereichert die Kulturszene allgemein." 

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